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Kapazität gebündelt: Bahn schließt die Werkstatt und stellt die Züge davor ab
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (gebündelt)

Der Chefredakteur besichtigt die Bündelung. Die Halle ist leer. Foto: wpa (Symbolbild)
Cottbus (wpa) – Die Deutsche Bahn hat ihre Werkstatt in Cottbus geschlossen. Betroffen waren 140 Stellen.
Begründet wurde die Schließung mit der Bündelung von Kompetenzen. Gebündelt wird künftig in Dessau.
Dessau liegt 240 Kilometer entfernt. Fahrzeuge werden dorthin leer überführt.
Eine Überführung kostet rund 3.400 Euro. Anfallen wird sie jährlich etwa 700 Mal.
„Wir konzentrieren unsere Fähigkeiten“, erklärt Instandhaltungsleiter Ernst Hallenplan. Konzentriert wird an einem Ort.
Die Kapazität in Dessau reicht für 61 Prozent des Bedarfs. Das war vor der Schließung bekannt.
Bekannt war es aus einer Machbarkeitsstudie. Sie liegt seit 2023 vor.
Auf Seite 14 steht der Wert. Auf Seite 15 steht die Empfehlung, Cottbus zu erhalten.
Empfohlen wurde eine Teilschließung. Umgesetzt wurde eine vollständige.
Vor der geschlossenen Halle stehen inzwischen 61 Fahrzeuge. Sie warten auf einen Termin in Dessau.
Die Wartezeit beträgt derzeit 14 Monate. Sie war vor der Schließung bei sieben.
Bewacht werden die Fahrzeuge von einem Sicherheitsdienst. Der Vertrag kostet 340.000 Euro im Jahr.
Die Halle selbst bleibt beheizt. Sie steht unter Denkmalschutz.
Der Denkmalschutz verlangt eine Grundtemperatur. Sie beträgt zwölf Grad.
Das Heizen kostet 190.000 Euro im Jahr. Es läuft unter Bestandserhalt.
Bestandserhalt und Bewachung ergeben zusammen 530.000 Euro. Der Personalaufwand der Werkstatt betrug 8,4 Millionen.
Die Ersparnis ist damit real. Sie ist geringer als angekündigt.
Angekündigt waren 8,4 Millionen. Erreicht wurden nach Abzug rund 6 Millionen.
Nicht gegengerechnet sind die Überführungskosten. Sie stehen in einer anderen Kostenstelle.
Ebenfalls nicht gegengerechnet sind die Ausfallkosten der 61 wartenden Fahrzeuge. Sie stehen in einer dritten.
Von den 140 Beschäftigten sind 41 nach Dessau gewechselt. 62 haben gekündigt.
Die übrigen 37 wurden im Bezirk untergebracht. Untergebracht heißt versetzt.
Herr Lauterbach war 22 Jahre Elektriker in der Halle. Er arbeitet jetzt in einem Stellwerk.
Er fährt täglich an den 61 Fahrzeugen vorbei. Er sagt, er kenne die meisten davon.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Halle bleibt beheizt, sie steht unter Denkmalschutz +++
+++ 61 Fahrzeuge warten davor, die Bewachung kostet 340.000 Euro im Jahr +++
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