Berufsbild modernisiert: Bahn benennt den Lokführer in Mobilitätsbegleiter um und spart die Ausbildung

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Berufsbild modernisiert: Bahn benennt den Lokführer in Mobilitätsbegleiter um und spart die Ausbildung

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (neue Bezeichnung)

Nachwuchs Satire: Waschbär steht in Arbeitskleidung vor einem Triebwagen im Betriebshof

Der Chefredakteur trägt die neue Bezeichnung. Der Zug merkt nichts. Foto: wpa (Symbolbild)

Köln (wpa) – Die Deutsche Bahn hat die Berufsbezeichnung Lokführer durch Mobilitätsbegleiter ersetzt. Betroffen sind 22.000 Stellen.

Begründet wird die Umbenennung mit der Attraktivität. Der alte Begriff gelte als technisch.

„Wir sprechen eine neue Generation an“, erklärt Personalentwickler Torsten Kurzstrecke. Angesprochen wird sie mit einem Wort.

Die Ausbildungsordnung wurde nicht angepasst. Sie kennt den Beruf Mobilitätsbegleiter nicht.

Angepasst wird sie von einem Bundesministerium. Das Verfahren dauert im Schnitt drei Jahre.

Bis dahin kann unter der neuen Bezeichnung nicht ausgebildet werden. Unter der alten wird nicht mehr geworben.

Ausgebildet wird deshalb seit August niemand. Der Jahrgang 2026 entfällt.

Der Jahrgang umfasste zuletzt 900 Plätze. Sie stehen weiterhin im Stellenplan.

Im Stellenplan stehen sie als unbesetzt. Unbesetzte Stellen senken die Personalkosten.

Gesenkt wurden sie dadurch um rund 34 Millionen Euro. Das steht im Halbjahresbericht.

Ausgewiesen ist es dort als Effizienzgewinn. Der Begriff Ausbildungslücke kommt nicht vor.

Bundesweit fehlen 12.000 Lokführer. Diese Zahl steht seit Jahren.

Sie ist das Ergebnis von Einstellungsstopps aus den Neunzigern. Wer nicht ausbildet, hat zwanzig Jahre später keine Leute.

Das ist keine Prognose, sondern Arithmetik. Sie war jederzeit verfügbar.

Für die neue Bezeichnung wurden Schilder für die Führerstände bestellt. Die Lieferzeit beträgt sieben Monate.

Bestellt wurden 4.100 Stück. Sie kosten 190.000 Euro.

Angebracht werden sie im Rahmen der nächsten Hauptuntersuchung. Diese steht bei vielen Fahrzeugen 2029 an.

Bei 340 Fahrzeugen steht sie gar nicht an. Sie warten auf einen Werkstattplatz.

Die Dienstkleidung trägt weiterhin die alte Bezeichnung. Ein Austausch ist für 2031 vorgesehen.

Bis dahin gilt die neue Bezeichnung schriftlich. Getragen wird die alte.

Herr Krause ist 41 und war Berufskraftfahrer. Er hat im April die Ausbildung abgeschlossen.

Sein Zeugnis weist ihn als Triebfahrzeugführer aus. Sein Dienstausweis nennt ihn Mobilitätsbegleiter.

Er sagt, im Führerstand mache das keinen Unterschied. Er sagt auch, seine Mutter frage jetzt öfter nach.

Was er genau mache, wisse sie seit August nicht mehr.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 22.000 Stellen umbenannt, die Ausbildungsordnung kennt den Begriff nicht +++

+++ Neue Schilder für die Führerstände bestellt, Lieferzeit sieben Monate +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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