Auswahl vereinfacht: Bahn vergibt Ausbildungsplätze an die Bewerber, die nach fünf Monaten noch da sind

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Auswahl vereinfacht: Bahn vergibt Ausbildungsplätze an die Bewerber, die nach fünf Monaten noch da sind

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Verfahren läuft)

Ausbildung Satire: Waschbär steht mit einer Bewerbungsmappe vor einem Ausbildungszentrum

Der Chefredakteur bewirbt sich. Er wartet seit April. Foto: wpa (Symbolbild)

Nürnberg (wpa) – Die Deutsche Bahn hat ihr Auswahlverfahren für Ausbildungsplätze angepasst. Ausgewählt werden künftig die Bewerber, die am Ende noch da sind.

Ausgebildet werden vor allem Lokführer, Fahrdienstleiter und Mechatroniker. Vergeben werden 900 Plätze.

Beworben haben sich in diesem Jahr 14.000 Menschen. Nach fünf Monaten waren 2.100 übrig.

Die übrigen 11.900 haben abgesagt oder nicht mehr geantwortet. Gezählt wurde am Stichtag im Juli.

„Wir setzen auf Verbindlichkeit“, erklärt Personalentwickler Torsten Kurzstrecke. Verbindlich ist, wer wartet.

Das neue Kriterium heißt Verbleibquote. Sie liegt bei 15 Prozent.

Eine Verbleibquote von 15 Prozent gilt intern als guter Wert. Verglichen wird mit dem Vorjahr.

Im Vorjahr lag sie bei 19 Prozent. Das Verfahren dauerte damals vier Monate.

Der Zusammenhang wurde geprüft. Festgestellt wurde ein Zusammenhang mit der Verfahrensdauer.

Als Konsequenz soll das Verfahren gestrafft werden. Geplant sind vier Monate.

Die Straffung ist für 2028 vorgesehen. Bis dahin gilt das fünfmonatige Verfahren.

Schritt eins ist die Onlinebewerbung. Sie dauert 40 Minuten.

Schritt zwei ist ein Onlinetest. Er dauert 90 Minuten und ist an einen Termin gebunden.

Schritt drei ist eine Rückmeldung. Sie kommt nach durchschnittlich sieben Wochen.

Sieben Wochen sind länger als die Frist der meisten Mitbewerber. Andere Betriebe melden sich in zehn Tagen.

Wer zwischenzeitlich zusagt, sagt hier ab. Das ist die häufigste Ursache für den Verbleibverlust.

Bekannt ist das seit 2019. Erhoben wurde es in einer internen Befragung unter Lokführeranwärtern.

Die Befragung liegt vor. Sie hat zu keiner Änderung geführt.

Geändert wurde stattdessen das Auswahlkriterium. Es misst jetzt, was ohnehin passiert.

Für die Kampagne zur Nachwuchsgewinnung wurden neun Millionen Euro ausgegeben. Sie erreichte 14.000 Bewerbungen.

Das sind rund 640 Euro je Bewerbung. Je besetztem Platz sind es 10.000.

Herr Özkan ist 17 und hat sich im Februar für die Lokführerausbildung beworben. Im April kam eine Eingangsbestätigung.

Im Juli kam die Einladung zum vierten Schritt. Er hatte im Mai bei einem Busunternehmen angefangen.

Er hat abgesagt. In der Statistik erscheint er als nicht verblieben, im Führerstand sitzt er nicht.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Auswahlkriterium ist die Verbleibquote, sie liegt bei 15 Prozent +++

+++ Verfahren wird gestrafft, geplant sind vier Monate +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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