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Ergonomie verbessert: Konzern entfernt den Klappsitz für Zugbegleiter und nennt das Bewegungsfreiheit
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (in Bewegung)

Der Chefredakteur steht. Es ist ergonomisch. Foto: wpa (Symbolbild)
Hamburg (wpa) – Die Deutsche Bahn hat die Klappsitze für Zugbegleiter aus 4.100 Wagen entfernt. Der Umbau lief zwischen März und Juli.
Gewonnen wurden je Wagen rund 0,3 Quadratmeter. Sie werden als Stehfläche geführt.
Im Bericht erscheint der Vorgang unter Ergonomie. Begründet wird er mit Bewegungsfreiheit.
„Dauerndes Sitzen ist gesundheitlich ungünstig“, erklärt Personalvorständin Ingrid Abstellgleis. Ungünstig ist auch dauerndes Stehen.
Eine Schicht im Zugbegleitdienst dauert sechs bis neun Stunden. Sie hat sich nicht verändert.
Verändert hat sich die Möglichkeit, sich zu setzen. Sie ist entfallen.
Ein Ergonomiegutachten liegt vor. Es wurde 2023 beauftragt.
Es empfiehlt eine Sitzgelegenheit im Wechsel mit Stehphasen. Empfohlen werden 15 Minuten je zwei Stunden.
Das Gutachten kostete 140.000 Euro. Es liegt der Personalabteilung vor.
Zitiert wird daraus im Bericht ein Satz. Er lautet, Bewegung sei förderlich.
Der Satz steht im Gutachten auf Seite 41. Auf Seite 42 steht die Empfehlung.
Zitiert wurde Seite 41. Das ist zutreffend wiedergegeben.
Der Betriebsrat hat widersprochen. Der Widerspruch liegt seit April in der Einigungsstelle.
Die Einigungsstelle tagt vierteljährlich. Bis zur Einigung gilt der Umbau.
Rückgebaut werden könnte er. Die Kosten lägen bei rund 1,4 Millionen Euro.
Der Ausbau hat 1,9 Millionen gekostet. Beide Beträge stehen in derselben Kostenstelle.
Zugbegleiter dürfen sich auf freie Fahrgastsitze setzen. Das ist ausdrücklich erlaubt.
Freie Sitze gibt es auf Hauptstrecken selten. Auf Nebenstrecken fahren keine Zugbegleiter mehr.
Damit gilt die Erlaubnis dort, wo sie nicht gebraucht wird. Das ist keine Absicht.
Es ist das Ergebnis zweier Entscheidungen aus verschiedenen Jahren. Zusammen betrachtet wurden sie nie.
Frau Wendland ist Zugbegleiterin und seit acht Jahren im Dienst. Ihre Schicht beginnt um 5:40 Uhr.
Sie sagt, die ersten Jahre habe sie den Klappsitz kaum benutzt. Inzwischen habe sie ihn vermisst.
Im Juli hat sie sich krankgemeldet. Als Grund nennt der Befund die Wirbelsäule.
Ihre Ausfalltage gehen in den Krankenstand ein. Er liegt weiterhin bei 11 Prozent.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 0,3 Quadratmeter je Wagen gewonnen, sie werden als Stehfläche geführt +++
+++ Ergonomiegutachten liegt vor, es empfiehlt eine Sitzgelegenheit +++
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