⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Pausen-App für 2,4 Millionen, die Pause fällt weg
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (bitte erholen)

Der Chefredakteur macht Pause. Die App erinnert ihn daran. Foto: wpa (Symbolbild)
Dortmund (wpa) – Die Deutsche Bahn hat eine Pausen-App für ihre Beschäftigten eingeführt. Sie erinnert alle 90 Minuten an Erholung.
Entwickelt hat sie ein Dienstleister. Kosten: 2,4 Millionen Euro.
Eingeführt wurde sie mit derselben Beschlussvorlage wie der neue Schichtplan. 34 Seiten.
Auf Seite elf steht die App. Auf Seite 19 fällt die 20-Minuten-Pause im Wendezeitfenster weg.
„Wir stärken die Eigenverantwortung“, sagt Personalvorständin Ingrid Pausentakt. Eigenverantwortlich ist jetzt die Erholung.
Die gestrichene Pause lag zwischen zwei Umläufen. Sie lief als Puffer.
Puffer gelten als Optimierungspotenzial. Optimiert wurden sieben Minuten je Umlauf.
Sieben Minuten mal vier Umläufe sind 28 Minuten pro Schicht. Die App erinnert in der Zeit zweimal.
Was bleibt, reicht für den Führerstandswechsel. Für eine Pause nicht.
Die App erinnert trotzdem. Die Meldung muss quittiert werden.
Quittiert wird während der Fahrt. Erlaubt, solange kein Signal ansteht.
Abschalten lässt sie sich nicht. Bewusste Entscheidung.
Begründet mit der Wirksamkeit. Erinnerungen wirken nur, wenn sie ankommen.
Der Krankenstand im Fahrdienst lag vor der Kürzung bei 7,1 Prozent. Jetzt bei 9,4.
Geführt wird die App als Maßnahme zur Senkung des Krankenstands.
Weiterentwickelt wird sie auch. Geplant ist eine Funktion für Atemübungen.
Die Atemübung dauert vier Minuten. Im Schichtplan steht sie nicht.
Der Betriebsrat hat der Vorlage teils widersprochen. Widersprochen wurde Seite 19.
Die App wurde mitgetragen. Sie ist mitbestimmungsfrei.
Über Seite 19 verhandelt seit März die Einigungsstelle. Die tagt vierteljährlich.
Bis zur Einigung gilt der neue Plan. So sieht es das Verfahren vor.
Im Aufenthaltsraum in Dortmund stehen vier Bänke. Zwei kamen 2019 weg.
Weg, weil der Raum verkleinert wurde. Verkleinert für ein Lager.
Im Lager stehen Ersatzteile. Sie warten auf eine Freigabe.
Herr Hinrichs fährt seit 14 Jahren im Nahverkehr. Die App hat er auf dem Diensthandy.
Auf dem Diensthandy läuft auch die Störungsmeldung. Beide melden sich gleichzeitig.
Er sagt, die App melde sich zuverlässig.
Quittieren muss er sie trotzdem, meist zwischen zwei Halten.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Pausen-App 2,4 Millionen Euro, Wendepause im selben Beschluss von zwölf auf vier Minuten gekürzt +++
+++ Krankenstand im Fahrdienst von 7,1 auf 9,4 Prozent gestiegen +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen