Gerechtigkeit hergestellt: Software verlost die Nachtschichten im Führerstand und zieht 41 Mal denselben Lokführer

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Gerechtigkeit hergestellt: Software verlost die Nachtschichten im Führerstand und zieht 41 Mal denselben Lokführer

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (objektiv verteilt)

Schichtplan Satire: Waschbär steht nachts allein auf einem beleuchteten leeren Bahnsteig

Der Chefredakteur hat Nachtschicht. Wieder. Foto: wpa (Symbolbild)

Bad Hersfeld (wpa) – Die Nachtschichten im Bezirk werden seit Januar per Software verteilt. Die Software zieht per Zufall.

Verlost wurden 340 Nachtschichten unter den Lokführern des Bezirks. Einer zog davon 41.

Der Zufallsgenerator wurde geprüft. Geprüft hat ihn der Hersteller.

„Das Verfahren ist objektiv“, erklärt Einsatzleiterin Renate Warteregel. Objektiv ist die Ziehung.

Objektiv bedeutet nicht gleichmäßig. Das ist der Unterschied, um den es geht.

Vor der Umstellung wurden Schichten von Hand verteilt. Verteilt wurde nach Rücksprache.

Rücksprache dauerte Zeit und war angreifbar. Deshalb die Software.

Die Software kostete 890.000 Euro. Sie läuft seit Januar.

Eine Ausgleichsregel war nicht vorgesehen. Sie hätte den Zufall eingeschränkt.

Eingeschränkter Zufall gilt als manipuliert. Das steht so im Pflichtenheft.

Das Pflichtenheft wurde von der IT geschrieben. Beteiligt war die Personalabteilung nicht.

Der Betriebsrat hat im März eine Ausgleichsregel gefordert. Die Forderung wird geprüft.

Geprüft wird sie von der IT. Ein Ergebnis liegt nicht vor.

Eingerichtet wurde stattdessen eine Tauschbörse. Dort können Schichten getauscht werden.

Angeboten werden dort ausschließlich Nachtschichten. Nachgefragt wird nichts.

Die Börse verzeichnet seit Januar 412 Angebote. Zustande gekommen sind vier Tauschgeschäfte.

Alle vier betrafen denselben Lokführer. Er hat vier seiner 41 Schichten abgegeben.

Abgegeben hat er sie gegen Frühschichten im Dezember. Der Dezember gilt als schwierig.

Nachtschichten werden mit einem Zuschlag von 25 Prozent vergütet. Das ist tariflich geregelt.

Bei 41 Schichten ergibt das rund 3.400 Euro mehr im Jahr. Das steht in der Abrechnung.

Herr Sadowski ist 51 und der Lokführer mit den 41 Schichten. Er hat zwei Kinder im Grundschulalter.

Er sagt, das Geld helfe. Er sagt auch, er habe seine Tochter im Februar dreimal wach gesehen.

Er hat im April um ein Gespräch gebeten. Es fand im August statt.

Erläutert wurde ihm das Verfahren. Es ist objektiv, und er fährt weiter nachts.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Zufallsgenerator geprüft und für korrekt befunden, geprüft hat ihn der Hersteller +++

+++ Tauschbörse eingerichtet, angeboten werden ausschließlich Nachtschichten +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →