Werbung für den schnellen Zug, der ab 2034 fahren soll

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Werbung für den schnellen Zug, der ab 2034 fahren soll

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (voraussichtlich)

Vorabwerbung Strecke 2034 Satire: Waschbär sitzt auf einem Zaunpfahl vor einer leeren Großfläche neben einem Gleis

Eine der 41 Großflächen der Kampagne. Die Strecke folgt 2034. Foto: wpa (Symbolbild)

Hannover (wpa) – Die Bahn wirbt für eine schnelle Verbindung. Fahren soll sie ab 2034.

Die Kampagne heißt „Bald schneller da“. 41 Großflächen an Bahnhöfen, in Hochglanz.

Auf den Plakaten steht 2 Stunden 10. Aktuell dauert dieselbe Strecke 3 Stunden 40.

Das Jahr fehlt auf dem Motiv. Es steht im Impressum der Kampagnenseite, ganz klein.

„Das ist üblicher Sprachgebrauch“, sagt Werbevorstand Katrin Bald. Infrastruktur bewerbe man immer im Präsens.

Präsens für etwas, das es in neun Jahren vielleicht gibt. Grammatik als Zeitmaschine.

Der Pendler liest 2 Stunden 10 und hofft. Fahren muss er 3 Stunden 40, heute wie morgen.

Zwischen Plakat und Wirklichkeit liegen neun Jahre. Und ein Bauprojekt, das noch keinen Bagger gesehen hat.

Beworben wird ein Versprechen, kein Fahrplan. Das Versprechen hängt groß, der Vorbehalt klein.

Der Vorstand nennt das Vorfreude wecken. Geweckt wird eine Erwartung, die 2034 fällig ist.

2034 sitzt keiner mehr am Tisch, der heute wirbt. Werben ist billig, wenn die Rechnung später kommt.

41 Großflächen kosten Geld, jetzt. Die schnelle Verbindung kostet Geld, später, vielleicht.

Herr Gebauer stand vor dem Plakat und rechnete. 2 Stunden 10, das wäre eine Stunde weniger.

Er fragte am Schalter nach der schnellen Verbindung. Man sagte, die komme 2034, wenn alles klappe.

Wenn alles klappt, ist ein großes Wort bei der Bahn. Auf dem Plakat steht es nicht.

Auf dem Plakat steht die Zukunft im Präsens. Die Gegenwart, 3 Stunden 40, steht gar nicht drauf.

Der Minister lobt die Aufbruchstimmung der Kampagne. Aufgebrochen ist bisher nur das Werbebudget.

Bis 2034 hängt das Plakat mehrfach neu. Immer „bald“, immer schneller, nie jetzt.

So wirbt die Bahn mit einer Fahrzeit, die sie schuldet. Geliefert wird sie irgendwann, beworben wird sie sofort.

2 Stunden 10 steht auf dem Plakat, ab 2034. Heute fahren Sie 3 Stunden 40, aber das steht im Impressum.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Markenzustimmung plus sechs Punkte ohne Fernverkehrsanschluss, minus zwei mit +++

+++ Kampagne 4,1 Millionen für ein Angebot ab 2034 +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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