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Verkehrs-Klimaziel auf 2045 verschoben, der Ersatzbus fährt derweil Diesel
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (bis 2045)

Der Chefredakteur prüft das Ziel. Es ist verschoben. Foto: wpa (Symbolbild)
Potsdam (wpa) – Das Klimaziel für den Verkehr ist von 2030 auf 2045 verschoben worden. Beschlossen im Juli.
Begründet wird das mit den Bauzeiten im Schienennetz. Verkehr verlagern braucht Kapazität.
Kapazität entsteht durch Ausbau. Der ist bis Mitte der 2030er terminiert.
„Wir bleiben ambitioniert“, sagt Ministeriumssprecher Kurt Klimafrist. Ambitioniert ist 2045.
Die Bauzeiten sind seit 2019 bekannt. Sie stehen im Sperrplan.
Der Sperrplan reicht bis 2036. Veröffentlicht wurde er 2024.
Das Klimaziel 2030 wurde 2019 beschlossen. Nach den ersten Sperrplänen.
Man setzte ein Ziel für 2030 und wusste, dass die Baustellen bis 2036 dauern. Verfehlt war es beim Beschluss.
Verschoben wird jetzt, was von Anfang an nicht ging. 2045 ist ehrlicher, nur später.
Herr Dziuba pendelt auf einer gesperrten Strecke. Verlagert werden soll er auf die Schiene, gefahren wird er im Dieselbus.
Der Ersatzverkehr für die Klimaschiene fährt mit Diesel. Verlagert wird der Verkehr, verbrannt wird weiter.
Der Vorstand nennt die Verschiebung realistisch. Realistisch ist, dass der Ausbau das Ziel nie einholte.
Ein Klimaziel, das an den eigenen Baustellen scheitert, war kein Ziel, sondern eine Ansage. 2045 bleibt sie.
Der Minister lobt die weiter bestehende Ambition. Ambitioniert wird verschoben, gebaut wird bis 2036.
Gemessen wird das Zieljahr, nicht die Emission. Verschoben ist das Jahr, geblieben der Diesel.
Bis der Ausbau fertig ist, ersetzt der Bus den Zug. Der Bus tankt, was das Ziel senken wollte.
Für 2045 gibt es einen neuen Plan. Er steht neben dem Sperrplan, der bis 2036 reicht.
So bleibt man ambitioniert, indem man das Ziel um 15 Jahre schiebt. Verlagert wird später, gefahren wird Diesel.
2030 wurde 2045, Sperrplan bis 2036, Ersatzbus mit Diesel. Das ist das Klimaziel.
Das Verkehrs-Klimaziel rutscht von 2030 auf 2045, weil die Baustellen seit 2019 bekannt waren, seit das Ziel beschlossen wurde. Verlagert werden soll Herr Dziuba auf die Schiene, gefahren wird er derweil im Dieselbus.
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