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Post kommt nur noch dienstags, Werbung weiter täglich
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Zustellung dienstags)

Dienstag ist der neue Alltag. Foto: wpa (Symbolbild)
Bonn (wpa) – Die Post stellt Briefe künftig nur noch dienstags zu. Die Umstellung gilt ab Oktober.
Betroffen sind alle Privatkunden. Geschäftskunden behalten die tägliche Zustellung.
„Wir schaffen Verlässlichkeit“, sagt ein Sprecher des Unternehmens.
Bisher wurde an sechs Tagen zugestellt. In der Praxis waren es drei.
Jetzt ist es ein fester Tag. Das gilt als Fortschritt.
Als Grund werden sinkende Mengen genannt. Die Zahl der Briefe fällt seit Jahren.
2005 waren es 22 Milliarden. Heute sind es neun.
Gleichzeitig steigen die Kosten. Vor allem beim Personal.
Kritiker verweisen auf den Universaldienst. Der schreibt eine regelmäßige Zustellung vor.
Das Wort regelmäßig ist entscheidend. Dienstags ist regelmäßig.
Die Bundesnetzagentur prüft den Fall. Ein Ergebnis wird im Frühjahr erwartet.
Für eilige Sendungen gibt es ein Angebot. Es heißt Zustellung am Wunschtag.
Der Wunschtag kostet 4,90 Euro. Wählbar ist der Dienstag.
Fällt der Dienstag auf einen Feiertag, entfällt die Woche. Die Sendung kommt später.
Betroffen sind vor allem Bescheide mit Frist. Fristen laufen ab Zustellung, nicht ab Absendung.
Bei wöchentlicher Zustellung verkürzt sich die nutzbare Frist um bis zu sechs Tage.
Aus einer Zwei-Wochen-Frist werden acht Tage.
Erstattungsanträge nach Fahrgastrechten haben eine Frist. Widersprüche gegen Bescheide auch.
Behörden haben schon reagiert. Gerechnet wird künftig ab dem folgenden Dienstag.
Das verlängert viele Verfahren. Genannt werden zwei Wochen mehr.
Bei der Zustellung arbeiten 90.000 Menschen. Abgebaut werden sollen 12.000 Stellen.
Die Gewerkschaft hat Widerstand angekündigt. Verhandelt wird ab November.
Zugestellt werden täglich 25 Millionen Sendungen. Der Großteil ist Werbung.
Die fällt nicht unter die neue Regel. Sie kommt weiter an jedem Tag.
Der Universaldienst betrifft nur bestimmte Sendungen. Werbung gehört nicht dazu.
Herr Rautenberg bekam einen Bescheid an einem Dienstag. Die Frist endete am Montag darauf.
Eingelegt hat er den Widerspruch am Dienstag. Verspätet, um einen Tag.
Der Unterschied zur Bahn liegt im Detail. Bei der Post weiß man wenigstens, wann nichts kommt.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Wöchentliche Zustellung verkürzt eine Zwei-Wochen-Frist auf acht nutzbare Tage +++
+++ Fristen laufen ab Zustellung, nicht ab Absendung +++
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