Bordmagazin ohne Ablage, 41 Prozent im Müll

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Bordmagazin ohne Ablage, 41 Prozent im Müll

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (bitte nicht ablegen)

Kundenmagazin ohne Ablage Satire: Waschbär sitzt im Zug zwischen heruntergerutschten Hochglanzheften im Gang

Wagen 12 nach der Abfahrt. Die Netztaschen sind im selben Quartal entfallen. Foto: wpa (Symbolbild)

Frankfurt am Main (wpa) – Das Bordmagazin der Bahn kommt neu daher. Auflage: 610.000 Exemplare.

68 Seiten. Liegt in allen Fernzügen aus.

Eine Ablage dafür gibt es nicht mehr. Die Netztaschen an den Lehnen fielen 2019 weg.

Weg beim Umbau auf mehr Sitzplätze. Gewonnen: vier Plätze je Wagen.

Der Umbau spart 2,10 Euro je Sitzplatz. Hochgerechnet 1,4 Millionen.

Das Magazin kostet 2,4 Millionen im Jahr. Beide Zahlen in derselben Quartalsübersicht.

Eine Verbindung zwischen beidem wurde nicht hergestellt. Die Bereiche berichten an verschiedene Ressorts.

Die Hefte liegen jetzt auf den Sitzen. Wer sich setzt, legt sie weg.

Weg auf den Boden. Von dort rutschen sie beim Anfahren.

Das Reinigungspersonal sammelt sie ein. Dieser Aufwand steht in keiner der beiden Rechnungen.

Eingesammelt werden 41 Prozent der Auflage. Ungelesen.

Das sind 984.000 Euro im Jahr.

Die Redaktion zeigte sich unbeeindruckt. Das Heft werde „ohnehin überwiegend mitgenommen“.

Eine Erhebung dazu gibt es nicht. Erhoben wird die Zahl der ausgelegten Hefte.

Im aktuellen Heft: ein Beitrag über Nachhaltigkeit. Titel: „Weniger ist mehr“.

Der Beitrag beginnt auf Seite 34. Er endet auf Seite 41.

Fürs nächste Jahr ist eine Erweiterung geplant. 84 Seiten.

Über die Rückkehr der Ablage wird nicht verhandelt. Gilt als „abgeschlossener Vorgang“.

Ein Vorschlag aus der Werkstatt liegt vor. Das Magazin an die Kopfstütze klemmen.

Die Prüfung dauert an. Zuständig: die Abteilung Innenausstattung.

Ein Satz aus dem Editorial blieb unkommentiert.

Wir begleiten Sie auf jedem Meter Ihrer Reise.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Magazin 2,4 Millionen Euro im Jahr, 41 Prozent der Auflage werden ungelesen eingesammelt +++

+++ Die Ablage entfiel 2019 beim Umbau auf vier zusätzliche Sitzplätze je Wagen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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