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Tarifeinigung bringt 4,1 Prozent, die Inflation 4,4
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (streikfrei)

Kein Streik. Trotzdem kein Zug. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Bahn und Gewerkschaft haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Gestreikt wurde nicht.
Die Gehälter steigen in zwei Schritten um fünf Prozent. Die Laufzeit beträgt 26 Monate.
„Wir haben verhandelt statt gekämpft“, sagt ein Sprecher der Gewerkschaft zufrieden.
Bei den Fahrgästen löste die Nachricht Irritation aus. Viele hatten fest mit Ausfällen gerechnet.
In Foren hielt man die Meldung erst für falsch. Andere vermuteten eine verspätete Ankündigung.
Ein Pendler aus Hagen beschrieb seine Lage so. Er habe für die Streiktage schon Urlaub eingereicht.
Der Urlaub bleibt. Der Zug fällt trotzdem aus.
Als Grund nennt die Bahn einen Fahrzeugmangel. Mit dem Tarif habe das nichts zu tun.
Die Ausfälle liegen im August bei 9 Prozent. Im Streikmonat des Vorjahres waren es 11.
Der Unterschied gilt intern als gering. Öffentlich wird er als Fortschritt geführt.
Fahrgastverbände fordern jetzt Verlässlichkeit ohne Ausrede. Ein Betrieb ohne Streik müsse funktionieren.
Der Konzern verweist auf die Komplexität. Ein Netz sei kein Uhrwerk.
In der Schweiz wurde der Satz aufmerksam gelesen. Dort ist ein Netz genau das.
Für die Umsetzung wurde eine Kommission gebildet. Sie tagt erstmals im November.
Zuerst geht es um die Arbeitszeiten. Danach um die Pausenräume.
Der Vertrag gilt für 180.000 Beschäftigte. Ausgenommen sind die Werkstätten.
Für sie wird gesondert verhandelt. Ein Termin steht noch nicht fest.
Die Gewerkschaft dringt auf Eile. Ohne Werkstätten fährt am Ende niemand.
Die Pausenräume sind seit Jahren ein Thema. Viele liegen in stillgelegten Stellwerken.
Die Einigung sieht 4,1 Prozent mehr Entgelt in zwei Stufen vor. Die zweite Stufe greift 2028.
Die Inflation im selben Zeitraum wird mit 4,4 Prozent prognostiziert.
Nicht Gegenstand der Einigung waren die Schichtlängen. In der Forderung standen sie an dritter Stelle.
Zurückgestellt wurden sie mit Verweis auf die Betriebsvereinbarung. Die wird gesondert verhandelt.
Gesondert verhandelt wird sie seit 2019.
Der Krankenstand im Betriebsdienst liegt bei 9,4 Prozent. Der Konzernwert liegt bei 6,1.
Die Differenz ist verhandelbar.
Sie steht nur in keiner Runde.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 4,1 Prozent in zwei Stufen bis 2028, prognostizierte Inflation im selben Zeitraum 4,4 Prozent +++
+++ Krankenstand im Betriebsdienst 9,4 Prozent gegenüber 6,1 im Konzern +++
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