Tarifeinigung bringt 4,1 Prozent, die Inflation 4,4, den Fahrgästen ein Rätsel

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Tarifeinigung bringt 4,1 Prozent, die Inflation 4,4, den Fahrgästen ein Rätsel

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (streikfrei)

Tarifeinigung Satire: Waschbär sitzt allein auf einer Bank in einer leeren Bahnhofshalle

Kein Streik. Trotzdem kein Zug. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Bahn und Gewerkschaft haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Gestreikt wurde nicht.

Die Gehälter steigen in zwei Schritten um fünf Prozent. Die Laufzeit beträgt 26 Monate.

„Wir haben verhandelt statt gekämpft“, sagt Gewerkschaftssprecher Sven Reallohn zufrieden. Zufrieden ist er über den Frieden.

Fünf Prozent auf 26 Monate sind rund 2,3 im Jahr. Die Inflation liegt darüber, real bleibt ein Minus.

Verhandelt wurde ein Reallohnverlust, ohne Streik. Zufrieden sind beide Seiten, ärmer die eine.

Bei den Fahrgästen löste die Nachricht Irritation aus. Viele hatten fest mit Ausfällen gerechnet.

In Foren hielt man die Meldung erst für falsch. Andere vermuteten eine verspätete Ankündigung.

So geübt sind die Fahrgäste im Streik, dass der Frieden verdächtig wirkt. Normal ist der Ausfall, ungewohnt die Einigung.

Ein Pendler aus Hagen beschrieb seine Lage so. Er habe für die Streiktage schon Urlaub eingereicht.

Herr Böhnke ist dieser Pendler. Sein Urlaub steht, der Streik fiel aus, der Zug nicht.

Der Urlaub bleibt. Der Zug fällt trotzdem aus.

Gestreikt wird nicht, gefahren wird auch nicht, aus anderen Gründen. Die Einigung ändert am Betrieb nichts.

Der Vorstand nennt den Abschluss verantwortungsvoll. Verantwortet wird ein Minus unter der Inflation.

Der Minister lobt den sozialpartnerschaftlichen Frieden. Friedlich verlieren die Beschäftigten real an Lohn.

Gemessen wird die Vermeidung des Streiks, nicht die Kaufkraft. Vermieden ist der Kampf, geschmälert der Lohn.

Die Fahrgäste verwechselten Frieden mit Ankündigung, weil sie es nicht anders kennen. Der Ausfall ist die Regel, nicht der Streik.

Für den nächsten Abschluss ist wieder eine Einigung denkbar. Die Fahrgäste würden sie erneut nicht glauben.

So einigt sich die Bahn mit der Gewerkschaft, unter der Inflation, ohne Streik, und der Betrieb bleibt, wie er ist. Gefahren wird trotzdem selten.

Fünf Prozent auf 26 Monate, real ein Minus, ein verwirrter Bahnsteig. Das ist die Einigung.

Bahn und Gewerkschaft einigten sich ohne Streik auf fünf Prozent in 26 Monaten, real unter der Inflation, und die streikgewohnten Fahrgäste hielten die Nachricht für falsch. Herrn Böhnkes Urlaub für die Streiktage bleibt, sein Zug fällt trotzdem aus.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 4,1 Prozent in zwei Stufen bis 2028, prognostizierte Inflation im selben Zeitraum 4,4 Prozent +++

+++ Krankenstand im Betriebsdienst 9,4 Prozent gegenüber 6,1 im Konzern +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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