⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Fahrgäste steigen wegen der Ausfälle aus, die Bahn nennt es Entlastung
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Nachfrage sinkt)

Der Zug ist pünktlich und leer. Beides hängt zusammen. Foto: wpa (Symbolbild)
Kassel (wpa) – Immer weniger Gelegenheitsnutzer kaufen das Deutschlandticket. Der Anteil der Aussteiger hat sich verdoppelt.
Als Hauptgrund nennen die Befragten das Angebot. Genannt werden Ausfälle und Sperrungen.
„Das ist ein Signal“, sagt Verkehrsforscherin Anke Nachfragekurve. Es zeigt in eine Richtung.
Die Richtung ist abwärts. Wer aussteigt, kommt selten zurück.
Der Konzern sieht das gelassen. Weniger Fahrgäste bedeuteten mehr Platz.
Die Auslastung sank im Juli auf 61 Prozent. Im Vorjahr waren es 78.
17 Punkte weniger Auslastung, das nennt die Forschung Verlust. Der Konzern nennt es Luft.
Intern gilt das als Qualitätsgewinn. Man spreche von entspannten Reiseketten.
Entspannt ist die Kette, weil die Hälfte aussteigt. Wer bleibt, sitzt bequemer, im leereren Zug.
Frau Hardt gab ihr Ticket ab, nach dem dritten Ausfall in einer Woche. Sie fährt jetzt Auto, entspannt für die Statistik.
Ihr Platz ist frei, das zählt als mehr Komfort. Verloren ist sie, gewonnen ist Raum.
Die Zahl der Stammkunden bleibt stabil. Rund 14 Millionen.
Stabil bleibt, wer keine Wahl hat. Die mit Wahl sind die, die aussteigen.
Der Vorstand nennt den leereren Zug ein besseres Produkt. Besser ist er, weil ihn weniger benutzen.
Der Minister lobt die hohe Kundenzufriedenheit der Verbliebenen. Zufrieden ist, wer noch da ist, und Platz hat.
Gemessen wird die Auslastung als Komfort, nicht als Nachfrage. Gesunken ist die Nachfrage, gestiegen der Platz.
Ein Verkehrsmittel, das sich über weniger Fahrgäste freut, hat den Zweck verwechselt. Der Zweck ist volles Fahren, nicht leeres.
So macht die Bahn aus dem Kundenschwund einen Gewinn, indem sie ihn Entlastung nennt. Entlastet ist der Zug, verloren der Fahrgast.
Von 78 auf 61 Prozent, verdoppelte Aussteiger, entspannte Reiseketten. Das ist die Entlastung.
Immer mehr Gelegenheitsnutzer geben das Deutschlandticket wegen der Ausfälle ab, die Auslastung sank von 78 auf 61 Prozent, und die Bahn nennt es einen Qualitätsgewinn. Frau Hardt fährt jetzt Auto, ihr freier Platz gilt als mehr Komfort.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 210.000 abbestellte Tickets im Halbjahr, in der Auswertung als Entlastung des Systems geführt +++
+++ 64 Prozent der Abbesteller sind nach eigener Angabe auf das Auto umgestiegen +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen