Musterbahnhof vermessen: Delegation stoppt den Umstieg in Seoul mit 90 Sekunden und rechnet ihn auf Köln um

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Musterbahnhof vermessen: Delegation stoppt den Umstieg in Seoul mit 90 Sekunden und rechnet ihn auf Köln um

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (90 Sekunden Übergang)

Waschbär steht in einer hellen modernen Bahnhofshalle mit klaren Linien

Der Chefredakteur steigt um. Es dauert eine Minute. Foto: wpa (Symbolbild)

Seoul (wpa) – Eine deutsche Delegation hat den Umstieg im Bahnhof Seoul vermessen. Gemessen wurden 90 Sekunden.

Der Weg führt über eine Rolltreppe auf die darunterliegende Ebene. Fern- und Nahverkehr sind baulich verzahnt.

Verzahnt wurden sie beim Bau. Beide Systeme wurden gemeinsam geplant.

In Köln liegen die Bahnsteige nebeneinander. Der Weg führt durch eine Unterführung.

Gemessen wurden dort im Juli neun Minuten. Gemessen hat ein Fahrgastverband.

Angesetzt sind vier Minuten. Grundlage ist eine Messung um 5:40 Uhr.

„Die Bauwerke sind nicht vergleichbar“, heißt es im Bericht der Delegation. Das ist zutreffend.

Zutreffend ist auch, dass beide Bauwerke Ergebnis von Entscheidungen sind. Die eine fiel 2004, die andere 1859.

Korrigiert wurde die deutsche seither nicht. Eine Korrektur hieße bauen.

Ein Umbau des Kölner Knotens ist seit 2008 in Planung. Er kostet nach aktueller Schätzung 1,4 Milliarden Euro.

Der Planfeststellungsbeschluss wird für 2028 erwartet. Baubeginn wäre 2031.

Fertigstellung ist für 2041 vorgesehen. Das sind 33 Jahre nach Planungsbeginn.

In Seoul dauerte der Umbau des Hauptknotens sechs Jahre. Er wurde 2010 abgeschlossen.

Der Bericht der Delegation umfasst 61 Seiten. Er empfiehlt, den Umstieg als Teil der Reise zu betrachten.

Diese Empfehlung ist nicht neu. Sie steht seit 2016 in Fachpapieren.

Umgesetzt wird sie nicht, weil der Umstieg keiner Kennzahl zugeordnet ist. Gemessen wird die Pünktlichkeit je Zug.

Zwei pünktliche Züge ergeben trotzdem eine gescheiterte Reise. Das ist der blinde Fleck des Systems.

Er ist bekannt und beschrieben. Beschrieben wurde er zuletzt im Bericht der Delegation.

Der Bericht wurde dem Ministerium übergeben. Er wurde zur Kenntnis genommen.

Die Delegation umfasste 14 Personen. Die Reise kostete 190.000 Euro.

Frau Cho arbeitet in der Verkehrsplanung in Seoul und hat die Delegation begleitet. Sie war 2019 in Deutschland.

Sie ist damals von Frankfurt nach Köln gefahren. Ihren Anschluss hat sie verpasst.

Sie sagt, sie habe den Weg nicht gefunden. Sie habe dreimal gefragt und zweimal eine andere Antwort bekommen.

In ihrer Präsentation kommt das vor. Es steht auf Folie zwei.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 90 Sekunden in Seoul, neun Minuten in Köln, angesetzt sind vier +++

+++ Umbau in Köln geprüft, er kostet dreistellige Millionen und dauert Jahre +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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