Vier Minuten Umstieg, gemessen von einem Praktikanten um 5:40

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Vier Minuten Umstieg, gemessen von einem Praktikanten um 5:40

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (vier Minuten Übergang)

Waschbär steht am Fuß einer langen Bahnsteigtreppe in einer Unterführung

Der Chefredakteur rennt nicht. Er hat es versucht. Foto: wpa (Symbolbild)

Köln (wpa) – Die Mindestumsteigezeit in Köln wurde auf vier Minuten gesenkt. Gemessen hat sie ein Praktikant.

24 Jahre alt, ohne Gepäck, gemessen am 14. März. Um 5:40 Uhr, als die Unterführung leer war.

Er brauchte drei Minuten 51. Aufgerundet vier, so steht es im Plan.

„Wir arbeiten mit belastbaren Daten“, sagt Betriebsplaner Kurt Fußweg. Belastbar ist ein einziger Messwert.

Ein Wert, ein Praktikant, ein leerer Bahnhof. Daraus wird die Regel für alle.

Alle sind nicht 24 und selten ohne Gepäck. Und fast nie ist es 5:40 Uhr und leer.

Um 17 Uhr ist die Unterführung voll. Vier Minuten reichen dann für die halbe Treppe.

Gemessen wurde der Bestfall, gilt für den Normalfall. Der Normalfall trägt Koffer und ist müde.

Der Vorstand nennt das eine realistische Bemessung. Realistisch war nur der Morgen, an dem keiner da war.

Frau Hein ist 71 und reist mit Koffer. Vier Minuten sind für sie ein Sprint, kein Umstieg.

Sie schaffte es nicht, der Anschluss fuhr. Der Plan sagte vier Minuten, ihr Körper sagte mehr.

Sie fragte, wer diese vier Minuten gemessen habe. Ein Praktikant, ohne Gepäck, im leeren Bahnhof.

Verplant ist ihr Umstieg auf einen Rekordwert. Gefahren ist sie in die nächste Wartestunde.

Der Minister lobt die optimierte Umsteigezeit. Optimiert wurde die Messung, nicht der Weg.

Ein zweiter Messgang bei Andrang war nicht vorgesehen. Er hätte die schöne Zahl verdorben.

So gilt der Sprint eines Jungen als Maß für alle. Für Alte, für Schwere, für Volle.

Für nächstes Jahr sind drei Minuten im Gespräch. Der Praktikant war schnell, vielleicht geht es knapper.

Belastbar ist die Zahl, unbelastbar der Reisende. Zwischen beiden liegt die Treppe.

Gemessen wurde einmal, gegolten hat es tausendfach. Ein Morgen entscheidet über jeden Umstieg.

Vier Minuten Umstieg, gemessen von einem Praktikanten ohne Gepäck um 5:40 Uhr. Für alle anderen ist der Anschluss ein Zufall.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Regelübergangszeit vier Minuten, gemessen an einer Person ohne Gepäck +++

+++ Der Aufzug braucht bei zwei Fahrten fünf Minuten +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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