Strom 14 Prozent billiger, Ticket 5,9 Prozent teurer

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Strom 14 Prozent billiger, Ticket 5,9 Prozent teurer

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (14 Prozent günstiger)

Bahnstrom Satire: Waschbär steht unter Oberleitungsmasten an einer elektrifizierten Strecke

Der Chefredakteur rechnet mit. Es wird nicht billiger. Foto: wpa (Symbolbild)

Frankfurt am Main (wpa) – Der Einkaufspreis für Bahnstrom ist dieses Jahr um 14 Prozent gesunken. Bekanntgegeben im August.

Am selben Tag kam eine Fahrpreiserhöhung von 5,9 Prozent. Beide Zahlen stehen in zwei Mitteilungen.

Die Mitteilungen tragen dasselbe Datum. Verschickt im Abstand von vier Stunden.

„Beides hängt nicht zusammen“, sagt Tarifreferent Norbert Einkaufsvorteil. Zusammen hängt es in der Bilanz.

Energie macht rund 9 Prozent der Betriebskosten aus. 14 Prozent weniger entlasten um rund 1,3 Prozent.

Entlastet wird der Konzern um 1,3 Prozent. Belastet wird der Fahrgast um 5,9.

Die Differenz zwischen beiden ist kein Zufall. Sie ist der Abstand zwischen Einkauf und Kasse.

Der Strom wurde billiger, das Ticket teurer, am selben Tag. Getrennt gemeldet, damit es niemand nebeneinanderlegt.

Vier Stunden lagen zwischen den Mitteilungen. Lang genug, dass die erste vergessen ist, wenn die zweite kommt.

Frau Oswald zahlt jetzt 5,9 Prozent mehr. Vom billigeren Strom hat sie noch nichts gemerkt.

Sie fragte, ob der günstige Einkauf weitergegeben werde. Man sagte, das hänge ja nicht zusammen.

Weitergegeben wird die Erhöhung, einbehalten die Ersparnis. Beides fließt in dieselbe Richtung, nach oben.

Der Vorstand nennt die Preisgestaltung marktgerecht. Marktgerecht ist, dass der Markt nur beim Einkauf gilt.

Sinkt der Einkauf, bleibt es im Haus. Steigt irgendetwas, zahlt der Fahrgast.

Der Minister verweist auf die schwierige Kostenlage der Bahn. Schwierig ist die Lage, in der Ersparnis und Erhöhung gleichzeitig gelten.

Gemessen wird der Fahrpreis, nicht die Ersparnis. Erhöht ist das Ticket, verschwiegen der Vorteil.

Für den Winter ist eine weitere Anpassung möglich. Nach oben, unabhängig vom Strompreis, versteht sich.

So gibt man sinkende Kosten weiter, nämlich gar nicht. Die 1,3 Prozent Ersparnis bleiben, die 5,9 Prozent kommen dazu.

Der Strom kostet weniger, das Fahren mehr. Dazwischen steht ein Referent, der beteuert, es hänge nicht zusammen.

Der Bahnstrom wurde 14 Prozent billiger, das Ticket am selben Tag 5,9 Prozent teurer. Zusammenhängen soll das nicht, nur in der Bilanz, wo die Differenz bleibt, wo sie immer bleibt.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Einkaufspreis minus 14 Prozent, Fahrpreis plus 5,9 +++

+++ Beide Zahlen am selben Tag veröffentlicht, in zwei Mitteilungen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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