⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Strom zwei Cent billiger, Netzentgelt vier teurer
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (netto teurer)

Der Chefredakteur liest den Zähler. Er zählt weiter. Foto: wpa (Symbolbild)
Essen (wpa) – Der Strompreis für Haushaltskunden sinkt zum Januar um zwei Cent je Kilowattstunde. Grund ist ein niedrigerer Beschaffungspreis.
Zeitgleich steigt das Netzentgelt um vier Cent. In der Summe steigt der Preis um zwei.
Beide Mitteilungen erschienen am selben Tag. Aus zwei verschiedenen Häusern.
Die eine vom Versorger, die andere vom Netzbetreiber.
„Die Senkung geben wir vollständig weiter“, teilt der Versorger mit. Weitergegeben werden zwei Cent.
Das Netzentgelt setzt eine Behörde fest, nicht der Anbieter. Deshalb steht es getrennt.
Es steigt wegen des Netzausbaus. Der ist für die Energiewende erforderlich.
Erforderlich ist er unstrittig. Finanziert wird er über die Entgelte.
Die zahlen alle Kunden, anteilig und unabhängig vom Verbrauch.
Ein Bundeszuschuss zur Senkung der Netzentgelte kam 2024. 5,4 Milliarden Euro.
Für 2027 ist er nicht mehr vorgesehen. Er entfiel bei den Haushaltsberatungen.
Ohne ihn steigen die Entgelte um vier Cent. Mit ihm wären es 1,4 gewesen.
Diese Rechnung steht in der Begründung der Bundesnetzagentur. Sie ist öffentlich.
Gespart wurden mit dem Wegfall 5,4 Milliarden Euro. Sie erscheinen im Haushalt als Minderausgabe.
Der Haushalt ist ausgeglichen.
Die vier Cent erscheinen auf der Stromrechnung. Sie treffen 41 Millionen Haushalte.
Bei 2.500 Kilowattstunden Verbrauch sind das 100 Euro im Jahr. Für alle Haushalte zusammen rund 4,1 Milliarden.
Beide Beträge stehen in verschiedenen Dokumenten. Zusammengeführt hat sie ein Verband.
Der hat das im Juli veröffentlicht. Kommentiert wurde es nicht.
Die Entlastung bei der Stromsteuer wurde aufs produzierende Gewerbe begrenzt.
Der Schienenverkehr ist kein produzierendes Gewerbe. Er ist Verkehr.
Die Bahn ist einer der größten Stromkunden des Landes. Ihr Bahnstrom hat ein eigenes Netz mit eigenem Entgelt.
Die Mehrkosten gehen in die Trassenpreise. Die Trassenpreise in den Fahrpreis.
Herr Möller arbeitet in der Bahnhofsmission in Duisburg und betreut Menschen mit Stromschulden.
Ihre Zahl ist im Vorjahr um 14 Prozent gestiegen. Erhoben hat das ein Sozialverband.
Er sagt, die meisten kämen mit einer Sperrandrohung.
Sie kommt per Post. Die kommt zuverlässig.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Strompreis minus zwei Cent, Netzentgelt plus vier – in Summe plus zwei +++
+++ Die Stromsteuerentlastung gilt für das produzierende Gewerbe, der Schienenverkehr ist Verkehr +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen