Mindestlohn plus 60 Cent, das Monatsticket plus 7,40 Euro

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Mindestlohn plus 60 Cent, das Monatsticket plus 7,40 Euro

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (ab Januar)

Mindestlohn Satire: Waschbär steht mit einem Besen in einer leeren Bahnhofshalle am frühen Morgen

Der Chefredakteur rechnet nach. Es bleibt weniger. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum Januar um 60 Cent. Dann sind es 13,50 Euro.

Beschlossen hat die Erhöhung eine Kommission. Sie tagt viermal im Jahr.

Beteiligt sind Arbeitgeber, Gewerkschaften und Wissenschaft. Gesetzlich geregelt.

Zum selben Termin steigt der Fahrpreis im Nahverkehr um 5,9 Prozent. Beschlossen vom Verkehrsverbund.

Eine Kommission gibt es dafür nicht. Geprüft wird die Erhöhung intern.

„Die Kostenentwicklung macht den Schritt erforderlich“, sagt Verbundsprecher Kurt Kostenentwicklung. Erforderlich sind 5,9 Prozent.

Das Lohnplus verhandeln drei Parteien monatelang. Das Fahrpreisplus setzt ein Haus, intern.

Bei Vollzeit zum Mindestlohn sind 60 Cent rund 104 Euro brutto im Monat. Netto bleiben etwa 68.

Vom Netto zweigt das teurere Ticket einen Teil ab. Erhöht wird der Lohn, erhöht wird die Fahrt.

Herr Dobrick fährt zur Arbeit mit dem Nahverkehr. Sein Lohn steigt um 68 Euro, sein Ticket um 7,40.

Das eine kam nach langer Verhandlung, das andere per Mitteilung. Beide gelten ab Januar.

Der Vorstand des Verbunds nennt die Anpassung unvermeidlich. Unvermeidlich trifft sie den, dessen Lohn gerade stieg.

Wer wenig verdient, fährt oft mit dem Nahverkehr. Genau dort holt die Erhöhung einen Teil zurück.

Der Minister lobt die Stärkung der unteren Einkommen. Gestärkt wird der Lohn, geschwächt vom Ticket.

Gemessen wird die Lohnerhöhung, nicht die Fahrpreiserhöhung. Erhöht wurde beides, verhandelt nur eines.

Für den Fahrpreis gibt es keine paritätische Kommission. Es gibt eine interne Prüfung und eine Mitteilung.

Die 5,9 Prozent stehen fest, bevor jemand widerspricht. Widersprechen könnte nur, wer eine Kommission hätte.

So stärkt man die unteren Einkommen, indem der Lohn steigt und das Ticket mit. Netto bleibt weniger, als brutto gedacht.

60 Cent mehr Lohn, 7,40 Euro mehr Ticket, ein Termin. Das ist die Rechnung des Januars.

Der Mindestlohn steigt um 60 Cent, verhandelt von einer Kommission, das Nahverkehrsticket um 5,9 Prozent, intern beschlossen, beide ab Januar. Herrn Dobrick bleiben netto 68 Euro, von denen das Ticket sich 7,40 zurückholt.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 96 Euro brutto mehr, netto 62, nach der Ticketerhöhung 58 +++

+++ 83 Minuten Wartezeit vor Schichtbeginn, weil der erste Zug elf Minuten zu spät ankommt +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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