⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Lohn erhöht: Der Mindestlohn steigt um 60 Cent, das Monatsticket um 3,70 Euro
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (ab Januar)

Der Chefredakteur rechnet nach. Es bleibt weniger. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum Januar um 60 Cent. Er beträgt dann 13,50 Euro.
Beschlossen wurde die Erhöhung von einer Kommission. Sie tagt viermal im Jahr.
Beteiligt sind Arbeitgeber, Gewerkschaften und Wissenschaft. Das Verfahren ist gesetzlich geregelt.
Zum selben Termin steigt der Fahrpreis im Nahverkehr um 5,9 Prozent. Beschlossen wurde er vom Verkehrsverbund.
Eine Kommission gibt es dafür nicht. Geprüft wird die Erhöhung intern.
„Die Kostenentwicklung macht den Schritt erforderlich“, teilt der Verbund mit. Erforderlich sind 5,9 Prozent.
Bei einer Vollzeitstelle zum Mindestlohn ergeben 60 Cent rund 104 Euro brutto im Monat. Netto bleiben davon etwa 68.
Das Monatsticket steigt um 3,70 Euro. Wer zwei Tickets braucht, zahlt 7,40 mehr.
Zwei Tickets brauchen Beschäftigte, die über eine Verbundgrenze pendeln. Das sind im Land rund 190.000.
Die Verbundgrenzen verlaufen nicht entlang der Arbeitswege. Sie verlaufen entlang historischer Zuständigkeiten.
Eine Zusammenlegung wird seit 2016 geprüft. Beteiligt sind vier Verbünde.
Sie tagen halbjährlich. Ein Ergebnis liegt nicht vor.
Frau Hoang arbeitet in der Bahnhofsreinigung und beginnt um 4:40 Uhr. Zu dieser Zeit fährt kein Zug.
Sie fährt mit dem Nachtbus bis zur Verbundgrenze. Dort wartet sie 22 Minuten.
Die 22 Minuten sind unbezahlt. Sie sind kein Teil der Arbeitszeit.
Ihre Schicht endet um 8 Uhr. Sie umfasst drei Stunden und 20 Minuten.
Bezahlt werden davon drei Stunden. Die Umkleidezeit ist strittig.
Strittig ist sie seit einem Urteil von 2022. Es betrifft einen anderen Betrieb.
Ihr Arbeitgeber ist ein Dienstleister. Er hat den Auftrag über eine Ausschreibung.
Ausgeschrieben wurde nach Preis. Den Zuschlag erhielt das günstigste Angebot.
Mit den 60 Cent verdient sie ab Januar rund 68 Euro netto mehr. Ihr Ticket kostet 7,40 mehr.
Bleiben rund 60. Das entspricht knapp fünf Arbeitsstunden im Monat.
Sie sagt, es sei besser als nichts. Sie sagt auch, sie habe es nachgerechnet.
Nachgerechnet hat sie es in der Wartezeit an der Verbundgrenze. Der Anschlussbus kommt dort um 4:22 Uhr.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 60 Cent mehr Lohn, 3,70 Euro mehr Ticket im Monat +++
+++ Die Lohnkommission tagt viermal, die Preiskommission gibt es nicht +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen