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Statistikamt übernimmt die Bahn-Messmethode
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Wert vorläufig)

Alle Balken sind grün. Seit Montag. Foto: wpa (Symbolbild)
Wiesbaden (wpa) – Das Statistische Bundesamt übernimmt eine Messmethode aus dem Verkehrsbereich. Angewendet ab Januar.
Die Methode passt den Bezugswert nachträglich an. Gemessen wird gegen den zuletzt gültigen Stand.
„Das erhöht die Aussagekraft“, sagte ein Sprecher der Behörde. In der Praxis heißt das Folgendes.
Ein Ziel gilt als erreicht, wenn es zuletzt so definiert war.
Angewendet wird das zunächst auf drei Bereiche. Wohnungsbau, Verkehr und Digitalisierung.
In allen drei verbessern sich die Werte deutlich. Der Wohnungsbau erreicht 98 Prozent.
Zuvor waren es 53 Prozent. Gebaut wurde dieselbe Zahl an Wohnungen.
Der Bundesrechnungshof hat um ein Gespräch gebeten. Termin: März.
Die Behörde verweist auf die Methodik. Die sei sauber dokumentiert.
Dokumentiert in einem Anhang. 90 Seiten.
Auf Seite 44 steht der entscheidende Satz. Er beschreibt die Anpassung des Bezugswerts.
Fachleute halten das für zulässig. Kritisiert wird die Darstellung nach außen.
Dort erscheinen nur die Prozentwerte. Der Anhang wird nicht mitveröffentlicht.
Die Behörde hat auf die Kritik reagiert. Der Anhang ist nun verlinkt.
Der Link steht am Ende der Pressemitteilung. Geklickt wurde er 40 Mal.
Die Pressemitteilung wurde 90.000 Mal aufgerufen. Das Verhältnis gilt als üblich.
Ein Statistiker hat die Methode nachgerechnet. Er kommt zu denselben Ergebnissen.
Er weist darauf hin, dass sie nichts über die Wirklichkeit aussagen. Das bestreitet niemand.
Die Behörde betont ihre Unabhängigkeit. Die Methode sei nicht politisch veranlasst.
Angeregt wurde sie von einem Ministerium. Das steht ebenfalls im Anhang.
Auf Seite 78. Dort sucht selten jemand.
Übernommen wird die Definition, nicht die Erhebung. Erhoben wird weiter dort, wo gemessen wird.
Gemessen wird an Messpunkten. Das sind Bahnhöfe mit Ausrüstung.
Ausgerüstet sind 61 Prozent. Die übrigen werden nicht gemessen.
Nicht gemessene Halte gelten nicht als verspätet. Sie gelten als nicht erfasst.
Sie liegen überwiegend im ländlichen Raum. Dort ist die Verspätung höher.
Wie viel höher, ist nicht bekannt. Gemessen wird dort nicht.
Die amtliche Statistik übernimmt damit eine Kennzahl mit bekannter Lücke. Beschrieben in Abschnitt 4.2.
Für 2028 ist eine Ausweitung auf alle Kennzahlen geplant.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 61 Prozent der Bahnhöfe sind mit Messtechnik ausgerüstet, die übrigen gelten als nicht erfasst +++
+++ Die Lücke ist dokumentiert, in der Methodenbeschreibung, Abschnitt 4.2 +++
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