Der Zähler misst minus 14 Fahrgäste, danach streicht die Bahn Züge

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Der Zähler misst minus 14 Fahrgäste, danach streicht die Bahn Züge

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Zählung läuft)

Fahrgastzählung Satire: Waschbär steht in einer geöffneten Zugtür und blickt auf den leeren Bahnsteig

Der Zähler zählt weiter. Nach unten. Foto: wpa (Symbolbild)

Magdeburg (wpa) – Eine automatische Fahrgastzählung hat in Magdeburg einen negativen Wert ergeben. Gezählt wurden minus 14 Personen.

Rechnerisch sind mehr Menschen ausgestiegen als eingestiegen. Der Konzern prüft die Ursache.

„Solche Werte kommen vor“, sagt Datenchef Rüdiger Zählsensor. Sie sind selten.

Selten, aber nicht folgenlos. Aus Zählwerten entstehen Streichungen.

Gezählt wird über Sensoren in den Türen. Die erkennen Bewegungen.

Bei Gedränge zählen sie ungenau. Bei leeren Zügen zu genau.

Hier stand die Tür offen. Der Wind bewegte eine Zeitung.

Die Zeitung wurde als Person gezählt. Sie stieg mehrfach aus.

Aus einer flatternden Zeitung wurden minus 14 Fahrgäste. Aus zu wenigen Fahrgästen wird ein gestrichener Zug.

Herr Pauli fährt eine Linie, die als schwach ausgelastet gilt. Gemessen hat sie ein Sensor, der Zeitungen zählt.

Sein Zug soll gestrichen werden, die Zahlen seien zu niedrig. Zu niedrig zählte der Wind.

Der Vorstand nennt die Zählung eine belastbare Datengrundlage. Belastbar ist sie, außer bei Wind, Gedränge und offener Tür.

Eine Streichung nach fehlerhaften Zahlen trifft echte Fahrgäste. Die Zeitung fährt nicht mehr mit, Herr Pauli auch nicht.

Der Minister lobt die datengestützte Angebotsplanung. Gestützt wird sie auf Sensoren, die Papier für Menschen halten.

Gemessen wird die Bewegung in der Tür, nicht der Fahrgast. Bewegt hat sich der Wind, gezählt wurde eine Person.

Ein negativer Fahrgast ist ein Messfehler, kein Argument. Als Argument taugt er trotzdem, für die Streichung.

Für die Korrektur der Sensoren gibt es einen Plan. Für die Streichung gibt es die alte Zahl.

So plant die Bahn ihr Angebot, indem sie zählt, was der Wind bewegt. Gestrichen wird nach minus 14.

Minus 14 Fahrgäste, eine Zeitung, ein gestrichener Zug. Das ist die Zählung.

Ein Zähler in Magdeburg maß minus 14 Fahrgäste, weil der Wind eine Zeitung durch die offene Tür trieb, und nach solchen Zahlen streicht die Bahn Züge. Herrn Paulis Linie gilt als zu leer, gezählt hat sie der Wind.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Zählwert minus 14 unkorrigiert in die Jahresauswertung übernommen, daraus folgt die Bestellmenge +++

+++ Fehlerquote des Zählsystems bei Dunkelheit und geringer Besetzung bis zu dreißig Prozent +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →