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Prüfung terminiert: Die Führerscheinprüfung dauert 14 Monate, so lange fährt der letzte Bus um 17:40 Uhr
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Termin folgt)

Der Chefredakteur wartet auf den Termin. Er kommt per Post. Foto: wpa (Symbolbild)
Köln (wpa) – Die Wartezeit auf einen Führerscheinprüfungstermin beträgt in Nordrhein-Westfalen 14 Monate. Vor fünf Jahren betrug sie vier.
Grund ist ein Mangel an Prüfern. Bundesweit fehlen rund 900.
Die Ausbildung zum Prüfer dauert drei Jahre. Voraussetzung ist ein technisches Studium.
„Wir arbeiten an der Personalgewinnung“, teilt die Prüforganisation mit. Gearbeitet wird seit 2021.
Der Termin wird schriftlich mitgeteilt. Die Mitteilung kommt per Post.
Zwischen Anmeldung und Mitteilung liegen im Schnitt elf Monate. Der Termin selbst liegt drei Monate später.
Fahrstunden verfallen nicht. Aufgefrischt werden müssen sie trotzdem.
Empfohlen werden vier Auffrischungsstunden. Sie kosten rund 260 Euro.
Bei 190.000 Prüflingen im Land ergibt das rund 49 Millionen Euro. Getragen werden sie von den Prüflingen.
Der Führerschein ist in ländlichen Regionen Voraussetzung für Mobilität. Der Nahverkehr ist dort ausgedünnt.
Ausgedünnt wurde er zuletzt um 41 Verbindungen. Betroffen sind überwiegend Spätfahrten.
Wer keinen Führerschein hat und keinen Zug, bleibt zu Hause. Das betrifft vor allem junge Menschen.
Für den neuen Wehrdienst wird ein Führerscheinzuschuss gezahlt. Er soll die Anreise zur Kaserne ermöglichen.
Gezahlt wird er nach der Musterung. Zur Musterung muss man erst hinkommen.
Die Prüforganisation hat 2023 eine Ausweitung der Prüfzeiten beantragt. Beantragt wurde die Zulassung von Samstagsterminen.
Der Antrag wurde geprüft. Er scheitert an einer Verordnung von 1998.
Die Verordnung regelt die Dienstzeiten der Prüfer. Eine Änderung ist möglich.
Zuständig ist ein Bundesministerium. Geprüft wird seit 2023.
In Bayern wurden Samstagstermine 2024 zugelassen. Die Wartezeit sank dort auf neun Monate.
Der Vorgang ist dokumentiert. Er wird in der laufenden Prüfung berücksichtigt.
Herr Özkan ist 17 und wohnt in einem Dorf im Bergischen Land. Er hat sich im Januar angemeldet.
Sein Termin kommt im März. Bis dahin fährt ihn seine Mutter.
Sie arbeitet im Schichtdienst. An zwei Tagen der Woche geht das nicht.
An diesen zwei Tagen bleibt er zu Hause. Der letzte Zug seiner Strecke fuhr 2019, der letzte Bus fährt um 17:40 Uhr.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 14 Monate Wartezeit, es fehlen 900 Prüfer +++
+++ Fahrstunden verfallen nicht, sie müssen aber aufgefrischt werden +++
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