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14 Monate auf den Führerschein-Termin, und der Zug fährt auch nicht mehr
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Termin folgt)

Der Chefredakteur wartet auf den Termin. Er kommt per Post. Foto: wpa (Symbolbild)
Köln (wpa) – Die Wartezeit auf einen Führerscheinprüfungstermin beträgt in Nordrhein-Westfalen 14 Monate. Vor fünf Jahren waren es vier.
Grund ist ein Mangel an Prüfern. Bundesweit fehlen rund 900.
Die Zahl der Prüfstellen sank seit 2019 um 31 Prozent. Die Ausbildung zum Prüfer dauert drei Jahre.
Voraussetzung ist ein technisches Studium. „Wir arbeiten an der Personalgewinnung“, sagt Organisationssprecher Kurt Prüfertermin.
Gearbeitet wird seit 2021. Der Termin kommt schriftlich.
Per Post. Zwischen Anmeldung und Mitteilung liegen im Schnitt elf Monate.
Der Termin selbst liegt drei Monate später. Fahrstunden verfallen in der Zeit nicht.
14 Monate ohne Führerschein, das trifft die Jungen auf dem Land am härtesten. Dort fährt oft auch kein Zug mehr.
Herr Tetzlaff ist 18 und wohnt an einer stillgelegten Strecke. Das Auto darf er nicht fahren, der Zug fährt nicht.
Er wartet auf einen Prüftermin und auf eine Bahn, die es nicht mehr gibt. Beide Wege sind versperrt, verschieden lang.
Der Führerschein kommt in 14 Monaten, die Bahn nie zurück. Mobil ist er in keiner der beiden Zeiten.
Der Vorstand der Prüforganisation verweist auf die lange Ausbildung. Drei Jahre dauert sie, elf Monate wartet der Antrag.
Gespart wurde an Prüfstellen, minus 31 Prozent seit 2019. Gebraucht werden sie jetzt, ausgebildet sind sie nicht.
Der Minister lobt die Bemühungen um die Verkehrssicherheit. Sicher ist, dass Herr Tetzlaff wartet.
Gemessen wird die Zahl der Prüfungen, nicht die Wartezeit. Geprüft wird spät, angemeldet früh.
Wo die Bahn fehlt, ist der Führerschein die einzige Mobilität. Sie kommt per Post, 14 Monate später.
Für die 900 fehlenden Prüfer läuft die Gewinnung. Sie läuft seit 2021, drei Jahre dauert die Ausbildung.
So sichert man Mobilität auf dem Land, indem beide Wege versperrt sind. Kein Zug, kein Termin, ein Brief.
Vier Monate einst, 14 heute, kein Zug daneben. Das ist die Lage der jungen Landbewohner.
In NRW wartet man 14 Monate auf den Führerschein-Prüftermin, weil 900 Prüfer fehlen, und wer auf dem Land wohnt, hat auch keine Bahn mehr. Herr Tetzlaff, 18, wartet an einer stillgelegten Strecke auf beide Wege, per Post.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Zahl der Prüfstellen seit 2019 um 31 Prozent gesunken, Wartezeit 14 Monate +++
+++ Fehltage wegen fehlender Verbindung sind kein Entschuldigungsgrund +++
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