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Spanien fährt gratis, Deutschland prüft seit vier Jahren
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (in Prüfung)

Der Chefredakteur kauft eine Fahrkarte. Sie ist günstig. Foto: wpa (Symbolbild)
Madrid (wpa) – Spanien hat die Preise im Nah- und Regionalverkehr 2022 halbiert. Auf manchen Strecken ist die Fahrt kostenlos.
Die Fahrgastzahlen stiegen seither um 34 Prozent. Erhoben hat das die spanische Regierung.
Deutschland prüft seit 2022 die Übertragbarkeit. Geprüft wird die beihilferechtliche Zulässigkeit.
„Wir gehen sorgfältig vor“, teilt das Ministerium mit. Sorgfältig geprüft wird seit vier Jahren.
Ein Ergebnis ist für 2028 vorgesehen. Das wären sechs Jahre Prüfung.
Spanien hat die Maßnahme in vier Monaten eingeführt. Beschlossen im Mai.
Umgesetzt im September. Beihilferechtlich geprüft wurde vorab.
Die Prüfung dauerte dort sechs Wochen. Zuständig war dieselbe EU-Rechtslage.
Die ist in beiden Ländern identisch. Der Unterschied liegt im nationalen Verfahren.
Umgesetzt wurde es dort über eine bestehende Ausnahme. Die gilt europaweit.
Sie gilt auch hier. Ob sie anwendbar ist, wird geprüft.
Das deutsche Verfahren beteiligt vier Ressorts. Verkehr, Finanzen, Wirtschaft und Justiz.
Jedes hat eine eigene Fachprüfung. Die laufen nacheinander.
Parallel wäre möglich. Parallel geprüft wird, wenn es angeordnet wird.
Angeordnet wurde es nicht.
Beteiligt sind außerdem 16 Länder. Sie bestellen den Nahverkehr.
Die Prüfung umfasst inzwischen 900 Seiten. In vierter Fassung.
Beauftragt sind zwei Kanzleien. Honorar: 1,4 Millionen Euro.
Die vierte Fassung berücksichtigt das Deutschlandticket. Eingeführt 2023.
Das Deutschlandticket kostet 63 Euro. 2027 steigt es voraussichtlich auf 66,40.
In Spanien wäre dieselbe Leistung kostenlos. Der Vergleich steht auf Seite 41.
In die Zusammenfassung kam er nicht. Die umfasst zwei Seiten.
Darauf steht, die Frage sei komplex. Das stimmt.
Komplex, weil sie vier Ressorts betrifft. Vier Ressorts prüfen nacheinander.
Frau García pendelt in Madrid und zahlt seit 2022 nichts. Vorher fuhr sie mit dem Auto.
Sie sagt, zuerst habe sie es nicht geglaubt. Inzwischen fahre sie täglich.
Ihr Auto hat sie 2023 verkauft. Die Strecke sind 22 Kilometer.
In der deutschen Prüfung kommt ihre Linie als Fallbeispiel vor. Sie steht auf Seite 340.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Prüfung seit 2022, inzwischen 900 Seiten, Honorar 1,4 Millionen +++
+++ Spanien hat im selben Jahr über eine europaweit geltende Ausnahme umgesetzt +++
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