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Zwei Zentimeter Schnee, Winterfahrplan bis Februar
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (bei Schneefall länger)

Eine Flocke. Das genügte. Foto: wpa (Symbolbild)
Kassel (wpa) – Nach dem ersten Schneefall der Saison hat die Deutsche Bahn den Winterfahrplan in Kraft gesetzt. Gefallen waren zwei Zentimeter.
Der Winterfahrplan sieht 20 Prozent weniger Züge vor. Er gilt bis Ende Februar.
„Wir sichern damit die Stabilität“, sagte Betriebschefin Petra Schienenglätte. Weniger Züge, weniger Störungen.
Das sei rechnerisch belegt. Der Winterfahrplan streicht das Angebot und erhöht so die Stabilität des Restes.
Ausgerufen wird er ab einer Prognoseschwelle. Fünf Zentimeter Neuschnee.
Die Prognose lautete auf sieben. Maßgeblich ist die Prognose, nicht die Messung.
So ist es festgelegt. Festgelegt, weil Fahrzeuge vorher abgestellt werden müssen.
Betrieblich ist das richtig. Abgestellt wurden 210 Fahrzeuge.
Gefallen sind am Ende zwei Zentimeter. Der Fahrplan bleibt trotzdem.
Eine Rücknahme ist im Verfahren nicht vorgesehen. Der Regelbetrieb kommt nach 48 Stunden zurück.
Die 48 Stunden gelten, egal ob Schnee liegt.
Fahrgastverbände nennen die Auslösung übereilt. Zwei Zentimeter seien kein Anlass.
Die Bahn verweist auf die Prognose. Die lag bei sieben.
Betroffen sind vor allem Regionalstrecken. Dort entfallen Verbindungen am Abend.
Der letzte Zug fährt künftig um 20:40 Uhr. Vorher war es 23:10 Uhr.
Für Schichtarbeiter ist das ein Problem. Ein Ersatz wurde nicht eingerichtet.
Die Bahn verweist auf den Nahverkehr. Den bestellen die Länder.
Die Länder verweisen auf den Vertrag. Der sieht eine Winterregelung vor.
Vereinbart wurde sie 2018. Damals galt sie für Extremwetter.
Der Begriff ist nicht definiert. Das fiel bei der Unterzeichnung nicht auf.
Seither wurde die Regelung achtmal angewendet. Nur zweimal lag echtes Extremwetter vor.
Ein Verkehrsverbund hat deshalb Nachverhandlungen gefordert. Sie laufen seit Mai.
Die Bahn zeigt sich gesprächsbereit. Man wolle eine praktikable Lösung.
Praktikabel heißt hier planbar. Für den Fahrgast heißt es weniger Züge.
Für den Winter 2027 ist eine neue Regelung angekündigt. Sie soll klarere Schwellen haben.
Genannt werden zehn Zentimeter Neuschnee. Gemessen wird weiterhin die Prognose.
In der Schweiz fallen jährlich rund zwei Meter Schnee.
Der Fahrplan bleibt dort derselbe.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Maßgeblich ist die Prognose, nicht die Messung – 210 Fahrzeuge abgestellt für zwei Zentimeter +++
+++ Regelbetrieb erst nach 48 Stunden, unabhängig davon, ob Schnee liegt +++
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