Zwei Zentimeter Schnee, Winterfahrplan mit 20 Prozent weniger Zügen bis Februar

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Zwei Zentimeter Schnee, Winterfahrplan mit 20 Prozent weniger Zügen bis Februar

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (bei Schneefall länger)

Schnee Bahn Satire: Waschbär steht auf einem leicht verschneiten Bahnsteig bei grauem Himmel

Eine Flocke. Das genügte. Foto: wpa (Symbolbild)

Kassel (wpa) – Nach dem ersten Schneefall der Saison hat die Bahn den Winterfahrplan in Kraft gesetzt. Gefallen waren zwei Zentimeter.

Der Winterfahrplan sieht 20 Prozent weniger Züge vor. Er gilt bis Ende Februar.

„Wir sichern damit die Stabilität“, sagt Betriebschefin Petra Schneeprognose. Weniger Züge, weniger Störungen.

Das sei rechnerisch belegt. Der Winterfahrplan streicht das Angebot und erhöht so die Stabilität des Rests.

Stabil ist, was fährt, wenn ein Fünftel nicht fährt. Gesichert wird die Quote, gestrichen der Zug.

Ausgerufen wird er ab einer Prognoseschwelle. Fünf Zentimeter Neuschnee.

Die Prognose lautete auf sieben. Maßgeblich ist die Prognose, nicht die Messung.

Gefallen sind zwei. Der Fahrplan richtet sich nach den sieben, die vorhergesagt waren.

So gelten bis Ende Februar 20 Prozent weniger Züge, wegen zweier Zentimeter. Ausgelöst hat sie eine Zahl, die nicht fiel.

Herr Lemm steht am Bahnsteig, es liegt kaum Schnee. Sein Zug ist gestrichen, dem Winterfahrplan sei Dank.

Er sieht zwei Zentimeter und keinen Zug. Vorhergesagt waren sieben, gefahren wird für sieben.

Der Vorstand nennt die Umstellung vorausschauend. Vorausgeschaut wurde auf sieben, gelandet bei zwei.

Die Fahrzeuge müssen vorher abgestellt werden, sagt die Regel. Deshalb zählt die Prognose, nicht der Schnee.

Der Minister lobt die Betriebsstabilität der Bahn im Winter. Stabil ist der Rest, weg ist ein Fünftel.

Gemessen wird die Stabilität des Restfahrplans, nicht der gefallene Schnee. Stabil sind 80 Prozent, gestrichen 20.

Bis Ende Februar bleibt es beim reduzierten Angebot. Auch wenn kein weiterer Flocken fällt.

Für die Rücknahme gibt es keine Schwelle. Ausgerufen wird nach Prognose, beendet nach Kalender.

So sichert die Bahn den Winter, indem sie das Angebot kürzt, bevor es schneit. Zwei Zentimeter genügen, wenn sieben gemeldet sind.

20 Prozent weniger Züge, zwei Zentimeter Schnee, ein Fahrplan bis Februar. Ausgelöst von einer Prognose.

Nach zwei Zentimeter Schnee gilt der Winterfahrplan mit 20 Prozent weniger Zügen bis Ende Februar, weil sieben Zentimeter vorhergesagt waren und die Prognose zählt, nicht die Messung. Herr Lemm sieht kaum Schnee und keinen Zug.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Maßgeblich ist die Prognose, nicht die Messung – 210 Fahrzeuge abgestellt für zwei Zentimeter +++

+++ Regelbetrieb erst nach 48 Stunden, unabhängig davon, ob Schnee liegt +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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