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8.200 Ersatzteile geliefert, ganze 340 passen
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (in doppelter Menge)

Der Chefredakteur sucht das Teil. Es kommt doppelt. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Die Beschaffung von Bahn-Ersatzteilen wurde neu organisiert. Verantwortlich ist ein eigens berufener Sonderbeauftragter.
Sein Büro wirbt mit Erfahrung aus der Krisenbeschaffung. Damals sei viel schneller geliefert worden als üblich.
Schneller geliefert und teurer bezahlt, das war die Erfahrung. Übernommen wurde öffentlich nur die erste Hälfte.
Bestellt wurden diesmal 4.100 Teile. Geliefert wurden 8.200.
Von den 8.200 passen 340. Der Rest ist für eine andere Baureihe.
„Wir haben schnell gehandelt“, sagt Sonderbeauftragter Gerd Restposten. Schnell war die Lieferung, falsch war der Inhalt.
Die Lieferung kam in sechs Wochen. Der übliche Weg dauert elf Monate.
Elf Monate hätten die richtigen Teile gebracht. Sechs Wochen brachten die doppelte Menge der falschen.
7.860 Teile passen in keine Lok des Konzerns. Sie passen in ein Lager, das jetzt voll ist.
Frau Nickel arbeitet in der Werkstatt, die sie einsortieren muss. Sie sucht 340 passende zwischen 7.860 nutzlosen.
Bezahlt wurden alle 8.200. Der Sonderbeauftragte nennt das Handlungsfähigkeit.
Handlungsfähig war er beim Bestellen. Beim Passen war er es nicht.
Der Vorstand lobt die schnelle Reaktion des Beauftragten. Reagiert wurde doppelt und daneben.
Ein Sonderbeauftragter kostet Gehalt und ein eigenes Büro. Das Lager kostet Miete, für 7.860 falsche Teile.
Der Minister verweist auf die verbesserte Lieferfähigkeit. Geliefert wurde viel, verwendet wird wenig.
Gemessen wird die Liefermenge, nicht die Passgenauigkeit. Geliefert ist das Doppelte, brauchbar ein Zwanzigstel.
Für die nächste Bestellung ist ein zweiter Beauftragter im Gespräch. Er soll die Teile des ersten sortieren.
So beschleunigt man die Beschaffung. Indem man das Falsche doppelt so schnell einkauft.
Die 340 passenden Teile werden verbaut, die 7.860 anderen bleiben. Als Denkmal einer Erfahrung, die man aus der Krise mitbrachte.
Bestellt waren 4.100 Teile, geliefert wurden 8.200, gepasst haben 340. Schnell war der Sonderbeauftragte, teuer auch, und die Werkstatt sortiert jetzt das Denkmal seiner Handlungsfähigkeit.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 8.200 Teile geliefert, passend sind 340 +++
+++ Lagererweiterung beauftragt, sie kostet mehr als die Teile +++
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