In den Ferien gezählt, Schülerzüge gestrichen

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In den Ferien gezählt, Schülerzüge gestrichen

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Ferienfahrplan)

Sommerpause Satire: Waschbär steht auf einem leeren Bahnsteig in gleißendem Sommerlicht

Der Chefredakteur wartet auf den Schülerzug. Es sind Ferien. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Die Bahn hat 41 Regionalverbindungen gestrichen. Grundlage ist eine Auslastungszählung.

Gezählt wurde in der zweiten Juliwoche. Da waren in acht Bundesländern Sommerferien.

Betroffen sind vor allem Verbindungen im Schülerverkehr. Sie fahren morgens und am frühen Nachmittag.

In den Ferien nutzt sie fast niemand. Das ist der Zweck von Ferien.

„Die Zählung erfolgte nach dem üblichen Verfahren“, teilt der Konzern mit. Üblich ist der Julitermin.

Der Julitermin wurde 2019 festgelegt. Damals galt er als organisatorisch günstig.

Günstig, weil in den Ferien weniger Personal fürs Zählen gebunden ist. Das stimmt.

Der Termin ist fest, damit die Zählung vergleichbar bleibt. Vergleichbarkeit braucht feste Termine.

Die Ergebnisse gehen in die Bestellung des Folgejahres. Bestellt wird nach Nachfrage.

Die Nachfrage im Juli liegt bei 11 Prozent des Jahresmittels. Gestrichen wurde nach diesem Wert.

Schüler stellen auf den Linien 61 Prozent der Fahrgäste. Im Juli sind sie nicht da.

Ohne sie sitzen vier Personen je Fahrt drin. Der Schwellenwert liegt bei zwanzig.

Gestrichen wurden alle Fahrten darunter. Auf einer Linie neun von elf.

Aufgefallen ist der Fehler im September. Aufgefallen ist er den Schulen.

Betroffen sind rund 6.200 Schülerinnen und Schüler. Seit Schuljahresbeginn kommen sie nicht mehr rechtzeitig.

Vier Schulen haben ihren Unterrichtsbeginn verschoben. Auf die zweite Stunde.

Eine Rücknahme wird geprüft. Möglich wäre sie zum nächsten Fahrplanwechsel.

Der ist im Dezember. Bis dahin sind es vier Monate.

Für die Zwischenzeit wurden Ersatzbusse geprüft. Verfügbar sind keine.

Nicht verfügbar, weil die Unternehmen im Schülerverkehr gebunden sind. Sie fahren die Kinder, die keinen Zug mehr haben.

Der Zähltermin fürs kommende Jahr wurde im August überprüft. Er bleibt in der zweiten Juliwoche.

Eine Verlegung wäre möglich. Sie braucht eine Anpassung der Konzernrichtlinie.

Die Anpassung durchläuft vier Gremien. Das dauert erfahrungsgemäß 14 Monate.

Damit wird auch im nächsten Juli gezählt. Das Ergebnis ist bekannt.

Im September kamen die Schüler zurück. Die Züge nicht.

Frau Haacke hat eine Tochter in der siebten Klasse. Seit September fährt sie sie mit dem Auto.

Der Weg sind 22 Kilometer. Zweimal am Tag.

Sie sagt, sie habe die Zählung im Juli beobachtet. Im Zug saßen zwei Personen.

Auf dem Zählbogen der Fahrt um 6:41 stehen genau diese zwei.

Beide waren die Zähler.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Gezählt wurde im Juli, Schüler stellen 61 Prozent der Fahrgäste dieser Linie +++

+++ Neun von elf Fahrten gestrichen, im September kamen die Schüler zurück +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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