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Haftung ausgeschlossen: Schwedischer Nachtzug nimmt deutsche Anschlüsse aus seiner Garantie
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (ohne Garantie)

Der Chefredakteur reist weiter. Ohne Garantie. Foto: wpa (Symbolbild)
Malmö (wpa) – Ein schwedischer Nachtzugbetreiber hat deutsche Anschlussverbindungen aus seiner Weiterreisegarantie genommen. Die Änderung gilt seit Juli.
Betroffen sind alle Anschlüsse südlich von Hamburg. Nördlich davon gilt die Garantie weiter.
Grundlage ist eine eigene Erhebung. Erfasst wurden 1.400 Weiterreisen.
Erreicht wurden 44 Prozent. Die übrigen 56 Prozent mussten umgebucht werden.
„Wir können nur garantieren, was wir beeinflussen“, teilt der Betreiber mit. Beeinflusst wird der eigene Zug.
Der eigene Zug erreicht Hamburg zu 91 Prozent pünktlich. Das ist der Ausgangswert.
Ab Hamburg übernimmt der deutsche Fernverkehr. Dort sinkt die Quote.
Die Umbuchungen kosteten den Betreiber im Vorjahr 340.000 Euro. Getragen hat er sie vollständig.
Ein Regress gegen den deutschen Betreiber wurde geprüft. Er ist vertraglich nicht vorgesehen.
Vorgesehen ist er nur bei durchgehenden Fahrkarten. Ausgestellt werden sie selten.
Selten ausgestellt werden sie, weil die Systeme nicht verbunden sind. Eine Verbindung ist seit 2018 vorgesehen.
Der Meilenstein liegt bei 2030. Bis dahin sind es getrennte Fahrkarten.
Getrennte Fahrkarten bedeuten getrennte Haftung. Das ist der rechtliche Kern.
Für Reisende bedeutet es, dass sie den Schaden tragen. Ab Hamburg reisen sie auf eigenes Risiko.
Der Betreiber weist darauf im Buchungsvorgang hin. Der Hinweis erscheint in Schritt vier.
Bestätigt werden muss er durch ein Häkchen. Ohne Häkchen kommt keine Buchung zustande.
Die Buchungszahlen sind seither um 11 Prozent gesunken. Erhoben wurde das im September.
Gesunken sind sie überwiegend bei Reisen nach Süddeutschland. Das war zu erwarten.
Der Betreiber hat den deutschen Konzern im Mai informiert. Eine Antwort kam nicht.
Die Eingangsbestätigung kam nach elf Minuten. Sie enthielt eine Vorgangsnummer.
Frau Lindqvist reist zweimal jährlich von Malmö nach München. Sie hat das Häkchen gesetzt.
Im Juli hat ihr Anschluss in Hamburg funktioniert. Im März nicht.
Im März hat sie in Hamburg übernachtet. Bezahlt hat sie selbst.
Sie sagt, sie fahre trotzdem weiter mit dem Zug. Fliegen wolle sie nicht.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Erreichungsquote 44 Prozent, daraufhin wurde ausgeschlossen +++
+++ Der Ausschluss gilt südlich von Hamburg, nördlich davon nicht +++
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