ÖBB druckt auf jedes Ticket eine Warnung vor deutschen Anschlüssen

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ÖBB druckt auf jedes Ticket eine Warnung vor deutschen Anschlüssen

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Anschluss ungewiss)

ÖBB Grenze Satire: Waschbär steht auf einem Bahnsteig vor einem roten Zug mit Bergpanorama im Hintergrund

Der Chefredakteur liest seine Fahrkarte. Es steht ein Hinweis drauf. Foto: wpa (Symbolbild)

Salzburg (wpa) – Die Österreichischen Bundesbahnen drucken seit Juli einen Warnhinweis auf grenzüberschreitende Fahrkarten. Er betrifft Anschlüsse in Deutschland.

Der Hinweis sagt: Anschlüsse in Deutschland werden zu 61 Prozent erreicht. Die Zahl stammt aus deutschen Daten.

Verwendet wurden die veröffentlichten Pünktlichkeitswerte. Die sind frei abrufbar.

„Wir informieren unsere Kunden vollständig“, sagt ÖBB-Sprecher Sven Anschlussquote. Vollständig ist die Angabe.

Vollständig und wahr, deshalb tut sie weh. Gedruckt wird die deutsche Zahl auf ein österreichisches Ticket.

Die deutsche Seite hat um Streichung gebeten. Die Bitte wurde geprüft.

Geprüft wurde, ob die Zahl stimmt. Sie stimmt.

Gestrichen wurde nichts. Angeboten wurde eine Aktualisierung.

Aktualisiert würde die Zahl nach unten, wenn die Pünktlichkeit weiter fällt. Das ist das Angebot.

Herr Gruber fährt aus Salzburg nach München und liest den Hinweis. Er weiß nun, dass sein Anschluss zu 39 Prozent ausfällt.

Er plant mit der Warnung, die auf seinem Ticket steht. Gewarnt hat ihn der Nachbar, nicht die Bahn.

Der Vorstand der deutschen Bahn nennt den Hinweis unangemessen. Unangemessen ist die Zahl, nicht der Druck.

Wenn der Nachbar die eigene Pünktlichkeit aufs Ticket druckt, ist der Ruf gewechselt. Deutsche Anschlüsse sind jetzt eine Warnung.

Der Minister sieht keinen Anlass zur Beschwerde. Beschweren müsste man sich über die 61 Prozent.

Gemessen wird die Richtigkeit des Hinweises, nicht sein Ton. Richtig ist er, unangenehm auch.

Eine Warnung, die man nicht widerlegen kann, bleibt stehen. Widerlegt würde sie durch pünktliche Züge.

Für eine Streichung fehlt der Grund. Der Grund wäre eine bessere Quote.

So warnt das Ausland vor der deutschen Bahn, auf dem eigenen Ticket, mit deutschen Zahlen. Vollständig informiert reist Herr Gruber ins Ungewisse.

61 Prozent, ein Warnhinweis, eine abgelehnte Streichung. Das ist der Druck der ÖBB.

Die ÖBB druckt auf ihre Grenz-Tickets, dass deutsche Anschlüsse zu 61 Prozent erreicht werden, und lehnt die deutsche Bitte um Streichung ab, weil die Zahl stimmt. Herr Gruber liest die Warnung und plant seinen Umstieg entsprechend.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Der aufgedruckte Hinweis nennt 59 Prozent Anschlusssicherheit, die eigene Quote liegt bei 50 +++

+++ Erstattet wird die Verspätung, nicht ihre Vermeidung +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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