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Schweiz erklärt es auf 14 Seiten, Deutschland studiert 340
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (im Takt)

Der Chefredakteur hält den Fahrplan. Er ist übersichtlich. Foto: wpa (Symbolbild)
Basel (wpa) – Die Schweizerischen Bundesbahnen haben Deutschland ihren Taktfahrplan überlassen. Übergeben wurde er im März.
Das Dokument hat 14 Seiten. Es beschreibt das Prinzip Fahrplan vor Bau.
Danach wird zuerst der Fahrplan festgelegt. Baustellen werden dann eingepasst.
In Deutschland gilt es umgekehrt. Das heißt Bau vor Fahrplan.
„Wir prüfen die Übertragbarkeit sorgfältig“, teilt das Ministerium mit. Geprüft wird seit April.
Beauftragt wurde ein Institut. Das Honorar beträgt 2,4 Millionen Euro.
Die Studie ist auf drei Jahre angelegt. Sie soll rund 340 Seiten haben.
Das Original hat 14. Das Verhältnis ist eins zu 24.
Untersucht werden sollen strukturelle Unterschiede. Genannt werden Netzgröße, Eigentümer und Finanzierung.
Alle drei bestehen. Keiner betrifft die Reihenfolge von Fahrplan und Baustelle.
Die Reihenfolge ist eine Entscheidung. Sie kostet nichts.
Sie kostet insofern etwas, als die Baufirma dann warten muss. Eine Baufirma hat einen Vertrag mit Vertragsstrafe.
Ein Fahrgast hat eine Fahrkarte. Die ist juristisch schwächer.
Genau das ist der Unterschied zwischen beiden Ländern. Er steht nicht im Leistungsverzeichnis der Studie.
Die Schweiz hat ein Achtel der Einwohner. Sie fährt 2.400 Kilometer je Kopf und Jahr.
Deutschland fährt 1.100. Der Unterschied ist nicht die Größe.
Der Unterschied ist die Verlässlichkeit. Sie entsteht durch den Takt.
Der Takt ordnet Ankünfte und Abfahrten so, dass die Anschlüsse in jedem Knoten passen.
Vorausgesetzt, die Fahrzeiten werden eingehalten. Das ist die Bedingung, nicht das Ergebnis.
Eingehalten werden sie durch Infrastruktur, die dafür ausgelegt ist. Ausgelegt wird sie am Fahrplan.
In Deutschland wird umgekehrt geplant. Zuerst die Infrastruktur, dann der Fahrplan darauf.
Der Deutschlandtakt kehrt das um. Beschlossen wurde er 2018.
Als Zieljahr galt 2030. Verschoben wurde es auf 2070.
Bis die Studie vorliegt, wird nach dem alten Verfahren geplant. Ein Stopp hätte Termine berührt.
Der Fahrplan 2027 wurde im April festgezurrt. Die Baustellen stehen im September fest.
Die Studie soll 2029 vorliegen. Dann ist der Fahrplan von 2027 vier Jahre alt.
Herr Landgraf pendelt und hat das Schweizer Papier gelesen. Es ist online abrufbar.
Er sagt, er habe es an einem Abend geschafft. Er sagt auch, er sei kein Fachmann.
Das Prinzip darin gilt in der Schweiz seit 1982.
+++ Machbarkeitsstudie beauftragt, Laufzeit drei Jahre, Honorar 2,4 Millionen +++
+++ Deutschlandtakt 2018 beschlossen, Zieljahr von 2030 auf 2070 verschoben +++
+++ Machbarkeitsstudie beauftragt, Laufzeit drei Jahre, Honorar 2,4 Millionen +++
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