Pünktlichkeitsziel auf 52 Prozent gesenkt, am Nachmittag erfüllt

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Pünktlichkeitsziel auf 52 Prozent gesenkt, am Nachmittag erfüllt

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Ziel erreicht)

Verkehrsminister Satire: Waschbär steht vor einem Ministeriumsgebäude mit Fahne

Der Chefredakteur liest das neue Ziel. Es ist erreicht. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Das Verkehrsministerium hat die Pünktlichkeitsmarke für den Fernverkehr auf 52 Prozent gesenkt. Vorher lag sie bei 70.

Bekanntgegeben wurde die Senkung am Vormittag. Am Nachmittag die Zielerreichung.

Der aktuelle Wert liegt bei 52,6 Prozent. Das Ziel gilt damit als übererfüllt.

Die Übererfüllung beträgt 0,6 Punkte. Hervorgehoben in einer Mitteilung.

„Wir setzen realistische Ziele“, sagt Abteilungsleiter Volkmar Zielabsenkung. Realistisch ist der Ist-Zustand.

Ein Ziel, das man auf den Ist-Zustand senkt, ist immer erreicht. Erreicht wird, was schon da ist.

Am Vormittag war das Ziel 70, am Nachmittag 52. Dazwischen fuhr kein Zug pünktlicher.

Gesenkt wurde die Marke, nicht die Verspätung. Die Verspätung blieb, die Zahl kam ihr entgegen.

Die alte Marke von 70 Prozent galt seit 2024. Erreicht wurde sie nie.

Sie war für Ende 2029 vorgesehen. Bis dahin wären noch drei Jahre gewesen.

Statt drei Jahre zu fahren, senkte man die Marke an einem Vormittag. Das ging schneller.

Herr Dahms gehört zu den 47,4 Prozent, deren Zug zu spät kam. Er zählt jetzt zur planmäßigen Unpünktlichkeit.

Seine Verspätung ist dieselbe wie letztes Jahr. Neu ist, dass sie nun im Zielkorridor liegt.

Der Vorstand begrüßt die realistische Zielsetzung. Realistisch ist ein Ziel, das man schon verfehlt hat und trotzdem trifft.

Der Minister nennt die Übererfüllung ein gutes Zeichen. Gut ist das Zeichen, gleich geblieben der Zug.

Gemessen wird die Zielerreichung, nicht das Ziel. Erreicht wird alles, wenn das Ziel nachgibt.

Für 2030 ist eine weitere Anpassung denkbar. Nach unten, dem Ist-Zustand entgegen.

So erfüllt man ein Pünktlichkeitsziel an einem Nachmittag. Indem man es am Vormittag auf die Realität senkt.

Die Marke sank um 18 Punkte, der Fernverkehr um keinen. Übererfüllt ist das Papier, verspätet der Zug.

Das Verkehrsministerium senkte das Pünktlichkeitsziel von 70 auf 52 Prozent und meldete es am Nachmittag als übererfüllt. Herr Dahms steht so pünktlich am Gleis wie im Vorjahr, nur liegt seine Verspätung jetzt im Ziel.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Ziel um 0,6 Punkte übererfüllt, gefahren wurde wie am Vortag +++

+++ Nächste Zielmarke für 2031 angekündigt, ein Wert steht noch nicht fest +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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