Schienengipfel schafft sich selbst ab

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Schienengipfel schafft sich selbst ab

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Ergebnisprotokoll folgt)

Waschbär steht in einem großen leeren Konferenzsaal mit Stuhlreihen

Der Chefredakteur hat teilgenommen. Es gab Kaffee. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Der Schienengipfel hat sich am Donnerstag selbst abgeschafft. Der Beschluss fiel einstimmig.

Er lautet, künftig nicht mehr zu tagen. Begründet mit fehlendem Ergebnis.

In Kraft tritt er nach der nächsten Sitzung. Die ist für Februar terminiert.

Auf ihrer Tagesordnung steht die Umsetzung des Beschlusses. Vorgesehen sind vier Stunden.

„Wir ziehen eine ehrliche Bilanz“, erklärte ein Teilnehmer. Ehrlich ist der Befund, unehrlich wäre ein weiterer Termin.

Der Gipfel hat seit 2019 vierzehnmal getagt. Beschlossen wurden 41 Punkte.

Umgesetzt wurden zwei. Beide betrafen die Tagesordnung.

Eingeladen waren stets Bund, Länder, Konzern und Verbände. Erschienen sind im Schnitt 61 Personen.

Entscheidungsbefugt war keiner. Bund und Länder waren durch Abteilungsleiter vertreten.

Abteilungsleiter berichten an Staatssekretäre. Staatssekretäre an Minister.

Die Kosten je Sitzung liegen bei rund 34.000 Euro. Über sechs Jahre 476.000.

Für diese Summe hätte man vier Weichen kaufen können. Eine Weiche kostet rund 100.000 Euro.

Der Vergleich stammt aus der Abschlusserklärung. Er steht dort als Selbstkritik.

Die Abschlusserklärung hat zwei Seiten. Eine davon ist die Teilnehmerliste.

Auf der anderen steht, man habe „wichtige Impulse gesetzt“. Welche, wird nicht ausgeführt.

Ausgeführt wird der Dank an das Tagungshaus. Vier Zeilen.

Der Fahrgastverband hat gegen die Selbstabschaffung gestimmt. Er wollte weiter tagen.

Seine Stimme wurde als Enthaltung gewertet. Damit war der Beschluss einstimmig.

Der Wertungsfehler wurde am Freitag bemerkt. Korrigiert wird er in der Februarsitzung.

Damit steht im Februar auch die Korrektur der Einstimmigkeit auf der Tagesordnung. Vorgesehen sind 20 Minuten.

Ein Nachfolgeformat ist nicht geplant. Angeregt wurde ein jährlicher Bericht.

Er soll zusammenfassen, was ohne den Gipfel geschieht. Zuständig wäre das Ministerium.

Herr Wittkamp vertritt einen Fahrgastverband und war zwölfmal dabei. Er sagt, die Getränke seien besser geworden.

Er sagt auch, er komme im Februar wieder.

In den vier Stunden der letzten Sitzung fielen bundesweit 1.140 Züge aus.

Gezählt hat das niemand im Saal.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 61 Teilnehmer, keiner entscheidungsbefugt – beschlossen wurde ein Prüfauftrag zum Format +++

+++ 34.000 Euro für vier Stunden, 476.000 über sechs Jahre +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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