Bürgernah getagt: Koalitionsausschuss tagt im Großraumwagen, 61 Mitreisende dürfen bis Hannover nicht aussteigen

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Bürgernah getagt: Koalitionsausschuss tagt im Großraumwagen, 61 Mitreisende dürfen bis Hannover nicht aussteigen

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Ruhebereich)

Bordbistro Satire: Waschbär steht an einer geschlossenen Bistrotheke in einem Zugwagen

Der Chefredakteur hört mit. Es war nicht zu vermeiden. Foto: wpa (Symbolbild)

Bielefeld (wpa) – Der Koalitionsausschuss hat am Dienstag im Großraumwagen eines ICE getagt. Gefahren wurde von Berlin nach Bielefeld.

Vorgesehen war ein abgetrennter Bereich. Der entsprechende Wagen war nicht verfügbar.

Nicht verfügbar war er, weil er in der Werkstatt steht. Er wartet auf einen Termin.

Getagt wurde deshalb im regulären Wagen 8. Er war als Ruhebereich ausgewiesen.

„Wir bringen Politik zu den Menschen“, erklärte ein Teilnehmer. Gebracht wurde sie in Zimmerlautstärke.

Anwesend waren 61 Mitreisende. Aussteigen konnten sie zwischen Berlin und Hannover nicht.

Die Sitzung dauerte vier Stunden. Besprochen wurden Haushalt, Rente und Verkehr.

Die Vertraulichkeit gilt als gewahrt. Die Mitreisenden wurden nicht befragt.

Befragt wurden sie auch nicht danach. Eine Verschwiegenheitserklärung war nicht vorgesehen.

Zwei Mitreisende haben mitgeschrieben. Ihre Notizen erschienen am Mittwoch in einer Zeitung.

Die Zeitung berief sich auf Teilnehmerkreise. Das war zutreffend.

Der Ausschuss hat daraufhin eine Untersuchung eingeleitet. Untersucht wird die Weitergabe.

Untersucht wird nicht die Wahl des Tagungsortes. Sie war nicht Gegenstand des Auftrags.

Im Ruhebereich gilt die Bitte, Gespräche leise zu führen. Sie steht auf einem Aufkleber am Fenster.

Der Aufkleber wurde 2019 angebracht. Er ist gut lesbar.

Ein Zugbegleiter hat die Runde einmal darauf hingewiesen. Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen.

Fortgesetzt wurde die Sitzung in derselben Lautstärke. Der Zugbegleiter hat den Wagen gewechselt.

Beschwerden von Mitreisenden gingen bei der Bahn ein. Es waren vier.

Beantwortet wurden sie mit dem Hinweis auf das Hausrecht. Das Hausrecht liegt beim Beförderer.

Der Beförderer gehört dem Bund. Der Bund war im Wagen vertreten.

Beschlossen wurde in der Sitzung ein Eckpunktepapier zur Schiene. Es umfasst vier Seiten.

Auf Seite drei steht, der Komfort im Fernverkehr solle gesteigert werden. Zugestimmt haben alle Teilnehmer.

Frau Lorenz saß in Reihe 41 und wollte arbeiten. Sie hat den Wagen in Hannover verlassen.

Im nächsten Wagen war kein Platz frei. Sie ist bis Bielefeld im Gang gestanden.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Sitzung dauerte vier Stunden, der Wagen war als Ruhebereich ausgewiesen +++

+++ Vertraulichkeit gewahrt, die Mitreisenden wurden nicht befragt +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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