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Verkehrswende vorgelebt: Regierungsflieger bringt vier Staatssekretäre zur Bahnkonferenz und wartet vor Ort
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Anreise geklärt)

Der Chefredakteur reist an. Die Maschine wartet. Foto: wpa (Symbolbild)
München (wpa) – Vier Staatssekretäre sind mit dem Regierungsflieger zu einer Bahnkonferenz nach München gereist. Die Strecke beträgt 480 Kilometer.
Der Zug hätte vier Stunden gebraucht. Der Flug dauerte 55 Minuten.
Hinzu kommen An- und Abfahrt zu den Flughäfen. Zusammen ergibt das rund drei Stunden.
Die Zeitersparnis beträgt damit etwa eine Stunde. Sie wurde in der Begründung genannt.
„Die Termindichte lässt keine Alternative“, teilt das Ministerium mit. Alternativlos war eine Stunde.
Die Maschine wartete elf Stunden auf dem Rollfeld. Die Standgebühr beträgt 4.100 Euro.
Der Rückflug war für 17 Uhr vorgesehen. Die Konferenz dauerte länger als geplant.
Verschoben wurde er auf 20:40 Uhr. Die zusätzlichen Standstunden kosteten 1.900 Euro.
Thema der Konferenz war die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene. Vorgestellt wurde ein Förderprogramm.
Das Programm umfasst 340 Millionen Euro. Es richtet sich an Speditionen.
Ziel ist die Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Die Luft kommt darin nicht vor.
Für Dienstreisen der Bundesregierung gilt eine Bahnpflicht bis 500 Kilometer. Sie steht in einer Verwaltungsvorschrift.
Ausnahmen sind bei Termindichte möglich. Genehmigt werden sie vom Haus selbst.
Genehmigt wurden im vergangenen Jahr 94 Prozent der Anträge. Abgelehnt wurden sechs.
Die sechs abgelehnten betrafen Strecken unter 200 Kilometern. Dort ist die Bahn schneller.
Bei 480 Kilometern ist sie es nicht immer. Das liegt an der Anzahl der Halte.
Die Zahl der Halte ist eine Folge des Netzausbaus. Der Netzausbau ist Gegenstand der Konferenz.
Damit war der Grund für den Flug das Thema der Reise. Aufgefallen ist das in der Aussprache nicht.
Nachgefragt hat eine Journalistin. Sie hat auf den Vorgang hingewiesen.
Die Antwort lautete, man prüfe die Verkehrsmittelwahl regelmäßig. Geprüft wird sie je Reise.
Die Emissionen des Fluges werden kompensiert. Die Kompensation kostet 190 Euro.
Sie wird über einen Fonds abgewickelt. Der Fonds fördert Aufforstung in Uruguay.
Frau Hoffmann ist die Journalistin und war mit dem Zug angereist. Sie hatte in Fulda 61 Minuten Aufenthalt.
Sie ist trotzdem pünktlich gewesen. Die Konferenz begann um 11 Uhr.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Maschine wartete elf Stunden auf dem Rollfeld, Standgebühr 4.100 Euro +++
+++ Rückflug verschoben, die Konferenz dauerte länger als geplant +++
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