Vier Staatssekretäre fliegen zur Bahnkonferenz, für eine Stunde

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Vier Staatssekretäre fliegen zur Bahnkonferenz, für eine Stunde

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Anreise geklärt)

Flugzeug Satire: Waschbär steht auf einem Rollfeld neben einem kleinen Regierungsflugzeug

Der Chefredakteur reist an. Die Maschine wartet. Foto: wpa (Symbolbild)

München (wpa) – Vier Staatssekretäre sind mit dem Regierungsflieger zu einer Bahnkonferenz nach München gereist. Die Strecke sind 480 Kilometer.

Der Zug hätte vier Stunden gebraucht. Der Flug dauerte 55 Minuten.

Dazu An- und Abfahrt zu den Flughäfen. Zusammen rund drei Stunden.

Die Zeitersparnis beträgt also etwa eine Stunde. Sie stand in der Begründung.

„Die Termindichte lässt keine Alternative“, sagt Ministeriumssprecher Kurt Zeitgewinn. Alternativlos war eine Stunde.

Für eine Stunde hob eine Maschine ab. Zur Konferenz über die Schiene.

Die Termine lagen um 11:00 und um 16:20 Uhr. Dazwischen fünf Stunden zwanzig.

In fünf Stunden zwanzig fährt der Zug hin und fast zurück. Geflogen wurde trotzdem.

Die Maschine wartete elf Stunden auf dem Rollfeld. Die Bereitstellung kostet 410 Euro je Stunde.

Elf Stunden mal 410 Euro sind 4.510 Euro Standzeit. Für eine gesparte Stunde.

Herr Cordes fuhr zur selben Konferenz mit dem Zug. Vier Stunden, ein Umstieg, pünktlich.

Er saß im Saal, als die vier per Flieger eintrafen. Gespart hatten sie eine Stunde, er hatte sie gelesen.

Der Vorstand freut sich über das Interesse der Politik an der Schiene. Das Interesse kam eingeflogen.

Eine Bahnkonferenz, zu der man fliegt, hat ihr Thema schon beantwortet. Die Antwort stand auf dem Rollfeld.

Der Minister verweist auf die dichte Terminlage der Staatssekretäre. Dicht war die Lage, dünn die Ersparnis.

Gemessen wird die Flugzeit, nicht die Gesamtzeit. Kurz war der Flug, lang das Warten davor und danach.

Für die nächste Konferenz ist wieder der Flieger reserviert. Die Bahn steht im Programm, nicht im Reiseplan.

So reist die Politik zur Schiene, indem sie sie überfliegt. Vier Staatssekretäre, eine Stunde, ein Rollfeld.

Am Ende sparte der Flug eine Stunde und kostete elf Standstunden. Die Rechnung ging auf, für alle außer den Zahler.

Vier Staatssekretäre flogen 480 Kilometer zur Bahnkonferenz, um eine Stunde zu sparen, während die Maschine elf Stunden auf dem Rollfeld wartete. Mit dem Zug wäre Herr Cordes ohnehin früher im Saal gewesen.

+++ Elf Stunden Standzeit zu 410 Euro je Stunde, zusammen 4.510 Euro, ausgewiesen unter Bereitstellung +++

+++ Elf Stunden Standzeit zu 410 Euro je Stunde, zusammen 4.510 Euro, ausgewiesen unter Bereitstellung +++

+++ Die Bahnverbindung dauert vier Stunden, die Terminlücke fünf Stunden zwanzig +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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