Empfangsgebäude verkauft — der Käufer vermietet die Wartehalle an die Bahn zurück

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Empfangsgebäude verkauft — der Käufer vermietet die Wartehalle an die Bahn zurück

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (25 Jahre Laufzeit)

Empfangsgebäude Rückmiete Satire: Waschbär sitzt vor dem Eingang eines halb vernagelten alten Backsteinbahnhofs

Verkauft für 340.000 Euro. Zurückgemietet für 41.000 im Jahr. Foto: wpa (Symbolbild)

Göttingen (wpa) – Die Deutsche Bahn hat ein Empfangsgebäude im Mittelgebirge verkauft. Der Erlös beträgt 340.000 Euro.

Der Käufer ist ein Immobilienunternehmen aus dem Rheinland. Der Vertrag wurde im Frühjahr geschlossen.

Die Wartehalle im Erdgeschoss wird weiterhin benötigt. Sie wurde deshalb zurückgemietet.

Die Jahresmiete beträgt 41.000 Euro. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre.

Nach acht Jahren und drei Monaten übersteigen die Mietzahlungen den Verkaufserlös. Über die volle Laufzeit ergibt sich eine Summe von 1,025 Millionen Euro.

In der Bilanz des Verkaufsjahres erscheint ein Ertrag. Er beträgt 340.000 Euro.

Die Mietzahlungen erscheinen in den Folgejahren als laufender Aufwand. Sie werden nicht gegengerechnet.

Ein Sprecher nannte das übliche Praxis. Verkauf und Anmietung seien getrennte Vorgänge.

Der Verkauf entlaste die Bilanz von Instandhaltungsverpflichtungen. Diese lagen bei 90.000 Euro im Jahr.

Die Instandhaltung obliegt nun dem Käufer. Vertraglich vereinbart ist der Erhalt des Zustands bei Übergabe.

Der Zustand bei Übergabe wurde in einem Protokoll festgehalten. Es beschreibt ein undichtes Dach.

Damit ist der Erhalt eines undichten Daches geschuldet. Auf diesen Punkt wies der Rechnungshof hin.

Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen. Eine Nachverhandlung ist nicht vorgesehen.

Die Wartehalle wird von rund 200 Reisenden am Tag genutzt. Sie ist der einzige wettergeschützte Bereich am Bahnhof.

Die Öffnungszeiten wurden im Zuge der Rückmiete angepasst. Sie enden um 20 Uhr.

Der letzte Zug hält um 22:47 Uhr. Eine Verlängerung wäre gegen Aufpreis möglich.

Der Aufpreis beträgt 14.000 Euro im Jahr. Er ist nicht budgetiert.

Im Verkaufsvermerk steht ein Satz, der stehen bleiben konnte, weil ihn niemand zu Ende gerechnet hat. Der Konzern trenne sich von nicht betriebsnotwendigem Vermögen.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Vertraglich geschuldet ist der Erhalt des Zustands bei Übergabe – ein undichtes Dach +++

+++ Wartehalle schließt um 20 Uhr, der letzte Zug hält um 22:47 Uhr +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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