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Werterhalt konsequent: Bahn sperrt die frisch sanierte Strecke, damit sie sauber bleibt
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Zustand gesichert)

Der Chefredakteur begutachtet die Zwei. Sie glänzt. Foto: wpa (Symbolbild)
Riedstadt (wpa) – Die frisch sanierte Riedbahn bleibt gesperrt. Begründet wird das mit dem Werterhalt.
Saniert wurde die Strecke zwischen Februar und Juli. Verbaut wurden rund 1,5 Milliarden Euro.
Die Zustandsnote stieg dabei von 3,70 auf 2,19. Das ist der beste Wert im Netz.
Jede Zugfahrt verschlechtert diesen Wert. Das ist unbestritten und physikalisch.
„Wir haben eine Verantwortung für das Anlagevermögen“, erklärt Netzvorstand Hartmut Bauabschnitt. Verantwortet wird die Note.
Bei 180 Zügen täglich läge die Note nach Modellrechnung 2031 wieder bei 3,1. Ohne Verkehr liegt sie 2031 bei 2,19.
Der Unterschied beträgt 0,91 Notenpunkte. Umgerechnet sind das rund 900 Millionen Euro.
Diese 900 Millionen erscheinen als Werterhalt in der Bilanz. Fahrgäste erscheinen dort nicht.
Gemessen wird die Note monatlich. Seit Juli ist sie unverändert.
Unverändert ist auch der Ersatzverkehr. Er fuhr während der Bauzeit und fährt weiter.
Über 90 Busse legen täglich mehr als 45.000 Kilometer zurück. Sie fahren neben einem Gleis, das niemand betreten darf.
Betreten darf es die Instandhaltung. Sie kontrolliert wöchentlich den Zustand.
Beanstandet wurde bisher nichts. Beanstandet werden könnte auch nichts.
Im Oktober wurde eine Ausnahme geprüft. Ein Sonderzug sollte zur Streckeneröffnung fahren.
Der Antrag wurde abgelehnt. Als Grund wird die Zustandsbewertung genannt.
Die Eröffnung fand trotzdem statt. Geladene Gäste kamen mit dem Bus.
Auf dem Bahnsteig wurde ein Band durchschnitten. Danach wurde der Bahnsteig wieder abgesperrt.
Das Band hängt gerahmt in der Regionalleitung. Daneben hängt ein Foto der leeren Strecke.
Der Bundesrechnungshof hat den Vorgang geprüft. Sein Bericht umfasst 60 Seiten.
Auf Seite 4 steht, eine Infrastruktur ohne Verkehr erfülle ihren Zweck nicht. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen.
Herr Ebersbach wohnt in Riedstadt und ist im Februar 66 geworden. Er hat die Bauzeit im Bus verbracht.
Er fährt weiterhin Bus. Er sagt, er habe sich an den Fahrplan gewöhnt.
Er war bei der Eröffnung dabei und hat das Gleis fotografiert. Es sei sehr sauber gewesen.
Sein Enkel hat gefragt, wann der Zug kommt. Die Antwort steht in keinem Papier.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Zustandsnote seit der Sperrung stabil bei 2,19, gemessen wird monatlich +++
+++ Ersatzverkehr verlängert, er fuhr ohnehin schon +++
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