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Zustandsüberwachung sagt Schäden zuverlässig voraus — Werkstatttermine gibt es ab 2029
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Termin ab 2029)

Die Werkstatthalle in der Nachtschicht. Nächster freier Termin: Februar 2029. Foto: wpa (Symbolbild)
Dortmund (wpa) – Die Deutsche Bahn zieht Bilanz zu ihrer vorausschauenden Instandhaltung. Das System arbeitet zuverlässiger als erwartet.
Die Trefferquote liegt bei 94 Prozent. Erwartet worden waren 80 Prozent.
Erkannt werden Schäden im Mittel 61 Tage vor dem Ausfall. Das gibt reichlich Vorlauf.
Offen sind derzeit 610 Meldungen. Der nächste freie Werkstatttermin liegt im Februar 2029.
Damit ist der Vorlauf rechnerisch aufgebraucht. Die Fahrzeuge fallen vor dem Termin aus.
Ein Sprecher nannte das System trotzdem einen Erfolg. Man wisse jetzt genau, was ausfallen werde.
Diese Kenntnis erlaube eine bessere Disposition. Fahrzeuge könnten gezielt auf weniger wichtigen Umläufen eingesetzt werden.
Welche Umläufe weniger wichtig sind, entscheidet die Disposition. Ein Kriterienkatalog liegt vor.
Er stellt auf die Zahl der Reisenden ab. Betroffen sind vor allem Nebenstrecken.
Der Engpass liegt nicht im System, sondern in der Werkstatt. Die Kapazität wurde seit 2019 um 22 Prozent reduziert.
Reduziert wurde damals, weil die Fahrzeugflotte moderner werden sollte. Sie wurde es nicht.
Das Durchschnittsalter der Flotte stieg im selben Zeitraum von 17 auf 21 Jahre. Beide Zahlen stehen in derselben Bilanz.
Der Ausbau der Werkstattkapazität ist beschlossen. Er ist für 2032 vorgesehen.
Bis dahin steigt die Zahl der offenen Meldungen weiter. Prognostiziert werden 1.400 für 2029.
Diese Prognose stammt vom selben System. Sie gilt als belastbar.
Für die Priorisierung wurde ein Verfahren entwickelt. Es ordnet die Meldungen nach Dringlichkeit.
Alle 610 Meldungen sind als dringlich eingestuft. Eine weitere Abstufung ist in Arbeit.
Im Projektbericht steht ein Satz, der nüchtern bleibt. Man habe die Diagnose gelöst und dabei bemerkt, dass sie nicht das Problem war.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Werkstattkapazität seit 2019 um 22 Prozent reduziert, Flottenalter von 17 auf 21 Jahre gestiegen +++
+++ Für 2029 werden 1.400 offene Meldungen prognostiziert – vom selben System +++
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