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Digitaler Zwilling des Netzes in Betrieb — er ist pünktlicher als das Original
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (im Modell)

Die Zentrale mit dem Modell Netz II. Datenstand 2019. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Die Deutsche Bahn hat einen digitalen Zwilling ihres Streckennetzes in Betrieb genommen. Das Projekt trägt den Namen „Netz II“.
Es bildet 33.000 Kilometer Strecke ab. Die Entwicklung dauerte fünf Jahre.
Im Modell liegt die Pünktlichkeit bei 98,6 Prozent. Im Original liegt sie bei 52 Prozent.
Die Differenz erklärt sich aus dem Datenstand. Er stammt aus dem Jahr 2019.
Seither errichtete Baustellen sind nicht enthalten. Ihre Einpflege ist für 2030 vorgesehen.
Bis dahin arbeitet das Modell mit einem Netz, das in dieser Form nicht mehr existiert. Für Planungszwecke sei das ausreichend.
Geplant werde ohnehin für einen Zustand nach Abschluss der Bauarbeiten. Insofern bilde das Modell die Zukunft ab.
Dass es dabei die Vergangenheit verwendet, wurde nicht bestritten. Es sei eine Frage der Betrachtung.
Die Ergebnisse des Modells fließen in die Netzplanung ein. Sie werden dort als Zielwerte geführt.
In der internen Berichterstattung erscheinen beide Werte nebeneinander. Der Modellwert steht in der ersten Spalte.
Auf Nachfrage wurde erklärt, das sei der alphabetischen Sortierung geschuldet. Die Spalte heißt Modell, die andere Netz.
Das Projekt kostete 41 Millionen Euro. Es gilt als abgeschlossen.
Für den Betrieb sind jährlich 3,4 Millionen Euro vorgesehen. Darin enthalten ist die Datenpflege.
Die Datenpflege wird von zwei Personen geleistet. Eine davon geht 2027 in Rente.
Eine Nachbesetzung ist beantragt. Sie steht auf der Stellenliste an Position 41.
Ein Vorschlag, das Modell mit Echtzeitdaten zu speisen, liegt vor. Er wurde geprüft.
Die Prüfung ergab, dass die Pünktlichkeit im Modell dadurch sinken würde. Der Vorschlag wurde zurückgestellt.
In der Projektdokumentation steht ein Satz, der offener ist als der Rest. Ein Modell werde daran gemessen, ob es nützlich sei, nicht ob es stimme.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Einpflege der aktuellen Baustellen für 2030 vorgesehen +++
+++ Vorschlag für Echtzeitdaten zurückgestellt – er hätte die Modellpünktlichkeit gesenkt +++
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