⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Direktzug Berlin–Paris weg, dafür Umstieg in Frankfurt
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (mit Umstieg 4)

Ein Reisender genießt das Kulturangebot. Es dauert 90 Minuten. Foto: wpa (Symbolbild)
Frankfurt (wpa) – Der Direktzug zwischen Berlin und Paris verkehrt vorerst nicht. Grund ist die europäische Zugsicherung.
Reisende müssen künftig in Frankfurt umsteigen. Die Bahn nennt das eine Bereicherung.
„Wer durchfährt, sieht von Deutschland nur das Fenster“, sagt Sprecherin Ulrike Grenzverkehr. „Wir schenken unseren Gästen eine zweite Stadt.“
Der Aufenthalt dauert im günstigsten Fall zwölf Minuten. Im ungünstigsten bis Mittwoch.
Die Technik stammt von einem französischen Hersteller. Die Verzögerung gilt deshalb als europäisches Gemeinschaftsprojekt.
Beide Seiten arbeiten intensiv an einer Lösung. Man verstehe sich sprachlich gut und technisch gar nicht.
Betroffen sind täglich rund 600 Reisende. Sie erfahren vom Umstieg beim Einsteigen.
Die Zugsicherung heißt ETCS und gilt als europäische Errungenschaft. Sie funktioniert in jedem Land anders.
In Deutschland spricht das System eine andere Fassung als in Frankreich. Beide Fassungen sind zertifiziert.
Techniker beider Bahnen treffen sich seit Mai wöchentlich. Man tausche sich sehr gut aus.
„Wir haben viel voneinander gelernt“, sagte ein Beteiligter. „Nur der Zug fährt nicht.“
Der Hersteller verweist auf ausstehende Freigaben. Die liegen bei einer Behörde in Bonn.
Die Behörde bearbeitet derzeit Anträge aus dem Frühjahr. Bearbeitet wird in der Reihenfolge des Eingangs.
Für Reisende gibt es immerhin eine Erleichterung. Der Umstieg in Frankfurt ist im Preis enthalten.
Die Verbindung gibt es seit Dezember 2024. Genutzt wurde sie von 300.000 Reisenden.
Geplant war eine zweite Verbindung. Sie wurde vorerst zurückgestellt.
Als Grund gilt die Fahrzeuglage. Zugelassen sind für die Strecke nur vier Züge.
Der Direktzug entfällt. Begründet wird das mit der Fahrzeugverfügbarkeit.
Verfügbar sind Fahrzeuge nach Instandhaltung. Die Werkstattkapazität ist ausgelastet.
Ausgelastet ist sie, weil die Flotte älter ist als vorgesehen. Die Nachfolgebaureihe verzögert sich.
Bis dahin wird in Frankfurt umgestiegen. Die Umsteigezeit beträgt 41 Minuten.
41 Minuten sind kein Aufenthalt. Sie werden einer, wenn man sie so nennt.
So genannt werden sie in der Kundeninformation. Dort heißt es, der Halt biete Gelegenheit.
Wozu, steht nicht dabei.
Der Anschlusszug fährt von Gleis 19. Der Weg dorthin dauert neun Minuten.
Ein Termin für die Rückkehr des Direktzugs steht nicht fest. Er gilt als planmäßig offen.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 41 Minuten Umsteigezeit werden in der Kundeninformation als Gelegenheit bezeichnet +++
+++ Ein Termin für die Rückkehr des Direktzugs steht nicht fest +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen