⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Fracht wechselt auf die Schiene und steht jetzt dort
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (wasserstandsabhängig)

Das Flussbett im August. Die Fracht wartet weiter oben. Foto: wpa (Symbolbild)
Duisburg (wpa) – Wegen niedriger Wasserstände fahren viele Binnenschiffe nur halb beladen. Ein Teil der Fracht wechselt deshalb auf die Schiene.
Dort steht sie seit Montag. Immerhin steht sie trocken.
„Wir sind der zuverlässige Partner der Wirtschaft“, sagt Güterchef Roland Frachtbrief. „Bei uns hängt nichts vom Wetter ab.“
Stattdessen hängt es an einer Weiche bei Hamm. Die wird seit Frühjahr saniert.
Die Industrie zeigt sich gelassen. Man habe die Lieferzeiten längst dem Netz angepasst.
Ein Container aus Rotterdam gilt als Musterbeispiel. Er ist seit Mai unterwegs und hat drei Bundesländer gesehen.
Der Pegel liegt derzeit bei 78 Zentimetern. Ab 80 Zentimetern wird es für Schiffe eng.
Auf die Schiene verlagert wurden bislang 240.000 Tonnen. Angekommen sind davon 9.000.
Die Bahn verweist auf die begrenzte Kapazität. Man könne nicht alles gleichzeitig stehen lassen.
Betroffen sind vor allem Kohle, Getreide und Streusalz. Das Streusalz wird für Dezember erwartet.
Die Industrie hat sich vorbereitet und Lager aufgestockt. Sie reichen bis November.
Ein Chemieunternehmen prüft nun den Transport per Lkw. Die Autobahn ist allerdings gesperrt.
Die Sperrung besteht seit 18 Jahren. Sie gilt als verlässlichste Größe in der Region.
Für den Notfall bleibt die Pipeline. Sie transportiert nichts, dafür pünktlich.
Der Rhein ist die wichtigste Wasserstraße Europas. Transportiert werden dort jährlich 180 Millionen Tonnen.
Bei Niedrigwasser sinkt die Menge um bis zu 70 Prozent. Betroffen sind vor allem Massengüter.
Ein Ausbau der Fahrrinne ist geplant. Er soll 2030 beginnen.
Zuständig ist eine Bundesbehörde. Sie prüft den Fall seit 2011.
Die Verlagerung auf die Schiene ist gewollt. Sie ist Ziel mehrerer Programme.
Sie setzt Kapazität voraus. Die Kapazität ist durch Baustellen gebunden.
Im betroffenen Korridor stehen 41 Prozent der Trassen unter Bauzuschlag. Güterzüge werden nachrangig disponiert.
Nachrangig heißt: Sie warten, bis der Personenverkehr durch ist.
Ein Zug mit Futtergetreide stand im August 34 Stunden in einem Ausweichgleis.
Der Empfänger hat Standgeld gezahlt, 41 Euro je Stunde.
Auf der Straße wäre es billiger gewesen.
Das ist der Grund, aus dem es dorthin zurückgeht.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 41 Prozent der Trassen im Korridor unter Bauzuschlag, Güterzüge werden nachrangig disponiert +++
+++ 34 Stunden Standzeit für einen Getreidezug, Standgeld 41 Euro je Stunde +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen