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Weichenheizung bestellt: Lieferung kommt aus Norwegen, der Einbau erfolgt nach dem Winter
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (winterfest)

Der Chefredakteur friert. Der Zug kommt trotzdem. Foto: wpa (Symbolbild)
Bergen (wpa) – Die Deutsche Bahn hat 900 Weichenheizungen bestellt. Geliefert werden sie von einem norwegischen Hersteller.
Bestellt wurde im September. Geliefert wird im Januar.
Eingebaut wird ab April. Im Winter sind die nötigen Sperrpausen nicht verfügbar.
Nicht verfügbar sind sie, weil im Winter mehr Störungen auftreten. Störungen binden Personal.
„Wir arbeiten die Nachrüstung planmäßig ab“, teilt der Konzern mit. Planmäßig ist der April.
Betroffen sind Weichen in Mittelgebirgslagen. Sie fallen bei Frost regelmäßig aus.
Im vergangenen Winter fielen 4.100 Weichen aus. Betroffen waren rund 190.000 Reisende.
Eine Weichenheizung kostet rund 14.000 Euro. Für 900 Stück sind das 12,6 Millionen Euro.
Der Ausfall einer Weiche kostet je Tag rund 41.000 Euro. Das ergibt sich aus Ersatzverkehr und Umleitungen.
Beide Zahlen stammen aus demselben Haus. Nebeneinandergestellt wurden sie 2019.
Damals wurde eine Nachrüstung beschlossen. Sie umfasste 2.100 Weichen.
Umgesetzt wurden davon 1.200. Die übrigen 900 sind die aktuelle Bestellung.
Verzögert wurde sie durch Haushaltssperren. Betroffen waren die Jahre 2022 und 2023.
In Norwegen sind Weichenheizungen Standard. Sie werden beim Einbau mitgeliefert.
Auf der Bergenbahn liegt der Schnee im Winter meterhoch. Die Strecke ist ganzjährig in Betrieb.
Gesperrt war sie in zwölf Jahren zweimal. Beide Male wegen Lawinengefahr.
Norwegen hat fünf Millionen Einwohner. Es unterhält 4.200 Kilometer Netz.
Das Winterbudget ist dort fester Bestandteil des Haushalts. Es wird nicht jährlich neu verhandelt.
In Deutschland wird es verhandelt. Verhandelt wird im Sommer.
Im Sommer ist Schnee ein theoretisches Problem. Theoretische Probleme verlieren gegen konkrete Sparziele.
Herr Sørensen fährt die Bergenbahn beruflich seit zwölf Jahren. Er kennt die deutsche Strecke ebenfalls.
Er sagt, das Wetter sei hier härter. Er sagt auch, der Fahrplan halte.
Gefragt nach dem Unterschied nennt er das Budget. Es sei jedes Jahr da.
Die 900 Heizungen werden im April eingebaut. Der nächste Winter beginnt im Dezember.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 900 Heizungen bestellt, Einbau ab April +++
+++ Norwegische Lieferzeit vier Monate, deutsche Sperrpause acht +++
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