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Grenzverkehr geregelt: Niederländische Züge wenden künftig vor der Grenze, um im Takt zu bleiben
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Takt gehalten)

Der Chefredakteur steigt um. Es ist der letzte Halt. Foto: wpa (Symbolbild)
Utrecht (wpa) – Die Niederländische Staatsbahn lässt ihre Züge künftig vor der deutschen Grenze wenden. Gewendet wird in Venlo.
Betroffen ist die Verbindung nach Düsseldorf. Sie endete bisher in Deutschland.
Begründet wird die Änderung mit dem Takt. Ein verspäteter Rückläufer stört das gesamte Netz.
Die Niederlande fahren einen Zehnminutentakt. Ein Zug hat dort im Schnitt vier Minuten Puffer.
„Wir schützen unsere Kunden vor Folgeverspätungen“, teilt der Betreiber mit. Geschützt wird der Takt.
Die letzten elf Kilometer werden künftig von einem deutschen Betreiber gefahren. Er verkehrt zweimal täglich.
Geplant war ein Stundentakt. Bestellt wurden zwei Fahrten.
Bestellt hat sie der Verkehrsverbund. Die Mittel reichten nicht für mehr.
Damit entsteht auf elf Kilometern eine Lücke. Sie liegt zwischen zwei funktionierenden Netzen.
Betroffen sind rund 4.100 Grenzpendler. Viele fahren jetzt mit dem Auto.
Die Niederlande betreiben rund 3.400 Kilometer Netz. Sie fahren im Schnitt alle zehn Minuten.
Ein Fahrplan wird dort nicht auswendig gelernt. Man geht zum Bahnhof.
Das ist der eigentliche Unterschied. Er ist keine Frage der Technik.
Er ist eine Frage der Bestellmenge. Bestellt wird nach politischer Entscheidung.
Die deutsche Seite hat die Wende bedauert. Sie hat um Gespräche gebeten.
Gespräche fanden im Juni statt. Vereinbart wurde eine Arbeitsgruppe.
Die Arbeitsgruppe tagt vierteljährlich. Sie hat sich im September konstituiert.
Auf der Tagesordnung steht die Wiederherstellung der Durchbindung. Voraussetzung wäre eine höhere Bestellung.
Die Bestellung liegt beim Land. Das Land verweist auf die Regionalisierungsmittel.
Die Regionalisierungsmittel kommen vom Bund. Der Bund verweist auf die Länderhoheit.
Herr Weber wohnt in Venlo und arbeitet in Düsseldorf. Er ist bis Juli durchgefahren.
Jetzt steigt er um oder fährt Auto. Umsteigen kann er zweimal täglich.
Seine Schicht endet um 17:40 Uhr. Der zweite Zug fährt um 16:12.
Er fährt Auto. In der Fahrgastzählung fehlt er seit August.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Wende in Venlo eingerichtet, elf Kilometer bleiben unbedient +++
+++ Deutscher Anschluss fährt zweimal täglich, geplant war ein Stundentakt +++
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