Neigetechnik abgeschaltet: Kurven werden künftig langsam genommen

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Neigetechnik abgeschaltet: Kurven werden künftig langsam genommen

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (in der Kurve)

Neigetechnik Satire: Waschbär steht neben einem roten Regionalzug in einer hügeligen Landschaft

Die Kurve bleibt. Das Tempo nicht. Foto: wpa (Symbolbild)

Hof (wpa) – Die Neigetechnik der Regionalzüge in Oberfranken wird abgeschaltet. Betroffen sind 40 Fahrzeuge.

Die Technik erlaubte höhere Geschwindigkeiten in Kurven. Sie gleicht die Fliehkraft aus.

„Das System ist wartungsintensiv“, erklärte Technikvorstand Dietmar Kurbel. „Und die Ersatzteile sind alt.“

Ohne Neigetechnik verlängert sich die Fahrzeit. Auf der Strecke Hof–Nürnberg um 20 Minuten.

Im Fahrplan stehen diese Minuten bereits. Sie wurden 2021 eingerechnet.

Damals war die Technik schon häufig defekt. Die Planung reagierte darauf.

Für Fahrgäste ändert sich damit wenig. Der Zug war ohnehin so lange unterwegs.

Die Strecke wurde in den neunziger Jahren für Neigetechnik ausgebaut. Investiert wurden 400 Millionen Euro.

Der Ausbau umfasste Signaltechnik und Oberbau. Die Kurven blieben unverändert.

Genau das war der Ansatz. Man wollte die Fahrzeit ohne Begradigung senken.

Das funktionierte 15 Jahre lang. Danach wurde die Wartung zum Problem.

Der Hersteller der Steuerung existiert nicht mehr. Ersatzteile werden nachgebaut.

Ein Nachbau kostet das Fünffache. Die Lieferzeit beträgt 14 Monate.

Der Freistaat Bayern hat Gespräche angekündigt. Man wolle die Fahrzeit erhalten.

Dafür wäre eine Begradigung nötig. Diese kostet 2 Milliarden Euro.

Eine Planung liegt vor. Sie stammt aus dem Jahr 2008.

Umgesetzt wurde sie nicht. Als Grund galt die Neigetechnik.

Damit schließt sich ein Kreis. Fachleute nennen ihn den fränkischen Bogen.

Die Bahn prüft nun eine dritte Möglichkeit. Vorgesehen sind neue Fahrzeuge mit Neigetechnik.

Angeboten werden sie von zwei Herstellern. Beide brauchen sieben Jahre.

Der Freistaat hat dafür Mittel in Aussicht gestellt. Genannt werden 900 Millionen Euro.

Bis dahin wird langsam gefahren. Die Landschaft ist schön.

Darauf wird in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen. Die Technik, für die man Millionen zahlte, ist seit Jahren abgeschaltet. Erwähnt wird sie trotzdem, weil sie im Datenblatt steht.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Neigetechnik abgeschaltet – die Kurve wird künftig ausgesessen +++

+++ Fahrzeit steigt um 20 Minuten, im Fahrplan steht sie schon länger +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →