⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Bordbistro wird App-Automat, ohne Netz gibt es nicht mal Wasser
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (ohne Verzehr)

Der Automat ist bereit. Das Netz nicht. Foto: wpa (Symbolbild)
Ulm (wpa) – Die Deutsche Bahn ersetzt das Bordbistro in 60 Zügen durch einen Automaten. Er steht im Gang von Wagen 12.
Es gibt Getränke, Riegel und belegte Brötchen. 14 Artikel.
„Wir sichern die Versorgung“, sagt Vertriebsleiter Kurt Automatenkauf. Und zwar durchgehend.
Durchgehend ist der Automat da, nur nicht durchgehend bedienbar. Bezahlt wird nur per App.
Bargeld und Karte gehen nicht. Wer kein Handy hat, bekommt nichts.
Die App braucht Netz. Das gibt es auf 59 Prozent der Strecke.
Auf den anderen 41 Prozent bleibt der Automat zu. Er zeigt dann einen Hinweis.
Der rät, es später nochmal zu versuchen. Eine Uhrzeit nennt er nicht.
Später, das ist irgendwann hinter dem Funkloch. Bis dahin bleibt der Riegel hinter Glas.
Frau Hovestadt wollte im Zug ein Wasser. Der Automat war da, das Netz nicht, das Wasser blieb drin.
Sie sah die Flasche, die App lud nicht, der Durst blieb. Versorgt war sie, laut Konzern, durchgehend.
Der Vorstand nennt den Automaten eine verlässliche Versorgung. Verlässlich steht er da, unzuverlässig gibt er etwas her.
Ein Bordbistro hatte einen Menschen, der auch bar kassierte. Der Automat hat eine App und ein Funkloch.
Der Minister lobt die durchgehende Bordversorgung. Durchgehend ist der Automat, lückenhaft das Netz.
Gemessen wird die Aufstellung der Automaten, nicht ihre Nutzbarkeit. Aufgestellt sind 60, bedienbar auf 59 Prozent.
Wo kein Netz ist, gibt es kein Wasser, obwohl es hinter der Scheibe steht. Sichtbar, unerreichbar, bezahlt per App.
Für Bargeld gibt es keinen Schlitz mehr. Für das Funkloch gibt es einen Hinweis.
So sichert die Bahn die Versorgung, indem der Automat dort schweigt, wo kein Netz ist. Durst ist eine Frage der Abdeckung.
14 Artikel, eine App, ein Funkloch, ein Hinweis ohne Uhrzeit. Das ist die neue Bordversorgung.
Die Bahn ersetzt das Bordbistro durch einen App-Automaten, der auf 41 Prozent der Strecke ohne Netz zubleibt. Frau Hovestadt sah das Wasser hinter der Scheibe, die App lud nicht, versorgt war sie durchgehend, nur nicht mit Wasser.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Zahlung nur per App, auf 41 Prozent der Strecke ohne Datenverbindung +++
+++ Notfallmodus technisch vorhanden, im Vertrag nicht vereinbart, nicht freigeschaltet +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen