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Zug kommt an, das Manöver ist längst vorbei
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Transportfrist)

Der Chefredakteur begleitet den Transport. Er ist nicht in Eile. Foto: wpa (Symbolbild)
Frankfurt an der Oder (wpa) – Ein Militärtransport von Nordrhein-Westfalen nach Frankfurt an der Oder hat neunzehn Tage gedauert. Geplant waren fünf.
Befördert wurden 41 Fahrzeuge auf Güterwagen. Ziel war ein Bündnismanöver.
Das Manöver begann am achten Tag. Es endete am zwölften.
Die Ladung traf am neunzehnten ein. Da war das Manöver seit einer Woche vorbei.
Danach wurde die Ausrüstung zurückgefahren. Der Rücktransport dauerte elf Tage.
Elf Tage gelten intern als Verbesserung. Verbessert wurde von neunzehn auf elf, für den leeren Rückweg.
„Der Transport wurde ordnungsgemäß abgewickelt“, sagt Logistiksprecher Manfred Transportfrist. Ordnungsgemäß ist alles außer der Ankunft.
Die Verzögerung entstand an vier Stellen. Trassenkonflikte, eine Brückensperrung und zwei Baustellen.
Das sind dieselben vier Gründe wie im Personenverkehr. Der Panzer wartet, wo auch der Pendler wartet.
Ein Bündnis übt die schnelle Verlegung. Geübt wurde das Warten am Abstellgleis.
Die Fahrzeuge kamen an, als niemand sie mehr brauchte. Pünktlich zum Abbau der Zelte.
Herr Reeb gehört zur Einheit, die auf ihr Gerät wartete. Er übte eine Woche ohne die Fahrzeuge, die im Zug standen.
Als sie eintrafen, packte er sie wieder ein. Ausgeladen, angesehen, zurückverladen.
Der Vorstand nennt den Transport eine gemeisterte Herausforderung. Gemeistert wurde die Herausforderung, zu spät zu kommen.
Der Minister lobt die Leistungsfähigkeit der Schiene für die Verteidigung. Leistungsfähig war sie, eine Woche nach Bedarf.
Gemessen wird die abgewickelte Tonnage, nicht der Zeitpunkt. Abgewickelt ist alles, angekommen zu spät.
Im Ernstfall zählt jeder Tag. Neunzehn Tage sind im Ernstfall der Ausgang.
Für die nächste Verlegung ist eine frühere Anmeldung geplant. Am besten drei Wochen vor dem Ernstfall, den keiner ansagt.
So verlegt man eine Streitmacht per Bahn, indem man sie zum Aufräumen einplant. Der Feind müsste sich an den Fahrplan halten.
Der Militärtransport brauchte neunzehn Tage, das Manöver war am zwölften vorbei, die Panzer kamen zum Zeltabbau. Ordnungsgemäß abgewickelt, sagt der Konzern, an denselben vier Baustellen, an denen auch der Pendler steht.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Vorrang in der Trassenvergabe gilt für Trassen ohne Baustelle – 41 Korridore sind in Sanierung +++
+++ 14 Tage Vorlaufverfahren, 61.000 Euro Bewachung, das Manöver endete am zwölften Tag +++
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