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Bundesmittel fließen nach Einwohnerzahl — die Strecken liegen dazwischen
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (nach Kopfzahl gewichtet)

Zwischen den Städten liegt die Strecke. In der Formel liegt dort nichts. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Die Mittel für den Schienenpersonennahverkehr werden nach einem Schlüssel auf die Länder verteilt. Der Schlüssel ist mehrfach fortgeschrieben worden.
Das Gewicht trägt die Einwohnerzahl. Sie geht mit dem größten Anteil in die Berechnung ein.
Die Fläche geht nicht ein. Ihr Gewicht beträgt null.
Das ist keine Auslassung. Es ist eine Entscheidung, und sie ist dokumentiert.
Im ländlichen Raum liegen 64 Prozent der Streckenkilometer. Dorthin fließen 19 Prozent der Mittel.
Beide Zahlen sind korrekt ermittelt. Sie stehen in derselben Anlage.
Der Schlüssel misst, wo die Menschen wohnen. Die Strecke misst, wie weit sie auseinanderwohnen.
Das eine ist nicht das andere. Im Verteilungsverfahren ist es dasselbe.
Ein Landkreis mit 90 Kilometern Strecke und 41.000 Einwohnern erhält weniger als ein Stadtgebiet mit elf Kilometern.
Das Stadtgebiet fährt die Strecke im Zehnminutentakt. Der Landkreis fährt sie zweistündlich.
Die Taktdichte ist im Schlüssel ebenfalls nicht enthalten. Sie ergibt sich aus ihm.
Referent Wilhelm Verteilungsschlüssel nannte das Verfahren objektiv. Es behandle alle Länder gleich.
Das trifft zu. Es behandelt auch alle Kilometer gleich, nämlich gar nicht.
Eine Überprüfung des Schlüssels ist vorgesehen. Sie soll die Verteilungsgerechtigkeit untersuchen.
Beauftragt wurde ein Institut. Es sitzt in einer Stadt mit sehr guter Anbindung.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 64 Prozent der Streckenkilometer liegen im ländlichen Raum, 19 Prozent der Mittel fließen dorthin +++
+++ Gewicht der Fläche im Verteilungsschlüssel: null +++
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