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Bahn senkt das Einstellungsalter und erhöht die geforderte Berufserfahrung
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Mindestalter 17)

Der Simulator im Ausbildungszentrum. Bewerbungen im Quartal: keine. Foto: wpa (Symbolbild)
Köln (wpa) – Die Deutsche Bahn hat ihr Anforderungsprofil für Triebfahrzeugführer überarbeitet. Zwei Änderungen traten gleichzeitig in Kraft.
Das Mindestalter wurde von 20 auf 17 Jahre gesenkt. Die geforderte Berufserfahrung wurde von zwei auf fünf Jahre erhöht.
Beide Änderungen stammen aus derselben Sitzung. Sie wurden getrennt beschlossen.
Die Absenkung des Mindestalters soll den Zugang für Schulabgänger öffnen. Das war ausdrückliches Ziel.
Die Erhöhung der Berufserfahrung soll die Qualität sichern. Auch das war ausdrückliches Ziel.
Zusammengenommen ergibt sich ein Bewerberprofil, das fünf Jahre Berufserfahrung im Alter von 17 voraussetzt. Auf diesen Punkt wurde in der Sitzung nicht eingegangen.
Im ersten Quartal nach Inkrafttreten gingen keine Bewerbungen ein. Im Vorjahresquartal waren es 340.
Der Rückgang wurde zunächst der allgemeinen Arbeitsmarktlage zugeschrieben. Eine Analyse wurde beauftragt.
Sie kostete 41.000 Euro. Sie kam zu dem Ergebnis, dass das Profil nicht erfüllbar ist.
Der Bericht liegt seit Juni vor. Eine Änderung des Profils ist beantragt.
Der Antrag durchläuft das reguläre Verfahren. Es dauert im Mittel neun Monate.
Bis dahin bleibt das Profil in Kraft. Ausnahmen sind möglich.
Sie sind von der Personalleitung zu genehmigen. Ein Antrag ist erforderlich.
Im laufenden Jahr wurden 14 Ausnahmen erteilt. Alle betrafen die Berufserfahrung.
Damit gilt die Ausnahme in 100 Prozent der Einstellungen. Die Regel bleibt bestehen.
Ein Vorschlag, die Regel an die Praxis anzupassen, wurde nicht weiterverfolgt. Er hätte eine Änderung der Rahmenrichtlinie erfordert.
Diese wird alle vier Jahre überarbeitet. Die nächste Überarbeitung steht 2029 an.
In der Sitzungsniederschrift steht ein Satz, der beide Beschlüsse trägt. Man wolle jünger und erfahrener werden.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Keine einzige Bewerbung im ersten Quartal – im Vorjahr waren es 340 +++
+++ 14 Ausnahmen erteilt, damit gilt die Ausnahme in allen Einstellungen +++
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