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Grenzkontrolle ausgeweitet: Innenminister weist verspätete Züge an der Grenze zurück und schafft damit Pünktlichkeit
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Einreise verweigert)

Der Chefredakteur wartet an der Grenze. Der Zug auch. Foto: wpa (Symbolbild)
Passau (wpa) – Der Bundesinnenminister lässt verspätete Züge an der Grenze zurückweisen. Die Regelung gilt seit dem 1. August.
Zurückgewiesen wurden in der ersten Woche 41 Züge. Betroffen sind Verbindungen aus Österreich und Tschechien.
Die Pünktlichkeitsquote der eingereisten Züge liegt seither bei 100 Prozent. Vorher lag sie bei 61.
„Wir stellen geordnete Verhältnisse her“, erklärte der Minister. Geordnet ist die Statistik.
Ein zurückgewiesener Zug fährt in den Ausgangsbahnhof zurück. Die Reisenden bleiben an Bord.
Ausgestiegen wird im Ausgangsbahnhof. Von dort besteht Anschluss am Folgetag.
Die Rückfahrt zählt als eigene Fahrt. Sie ist pünktlich, weil sie keinen Fahrplan hat.
Damit verbessert jede Zurückweisung die Quote zweimal. Das wurde in der Begründung nicht erwähnt.
Erwähnt wurde die Zuverlässigkeit des deutschen Netzes. Sie sei international zu vertreten.
Österreich prüft Gegenmaßnahmen. Die ÖBB weist verspätete deutsche Züge seit 2023 ab.
Die deutsche Regelung ist damit eine Übernahme. Als solche wird sie nicht bezeichnet.
Bezeichnet wird sie als Qualitätssicherung an der Außengrenze. Die Grenze zu Österreich ist keine Außengrenze.
Darauf hat die EU-Kommission hingewiesen. Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen.
Betroffen sind vor allem Nachtzüge. Sie kommen häufig mit Verspätung an.
Ihre Verspätung entsteht überwiegend auf deutschem Gebiet. Das ergibt sich aus den Trassendaten.
Die Trassendaten liegen dem Ministerium vor. In der Begründung kommen sie nicht vor.
Vorgekommen wäre sonst die Feststellung, dass die Ursache im Inland liegt. Die Regelung wirkt an der Grenze.
An der Grenze steht seit August ein Kontrollcontainer. Er kostete 340.000 Euro.
Besetzt ist er mit vier Beamten. Sie prüfen die Ankunftszeit.
Geprüft wird gegen den Fahrplan. Der Fahrplan steht unter Vorbehalt.
Herr Sørensen ist Schaffner bei einer skandinavischen Bahn und begleitet einen Nachtzug. Er wurde im August zurückgewiesen.
Sein Zug hatte 44 Minuten Verspätung. Er hatte sie zwischen Hamburg und Passau gesammelt.
Zurückgefahren ist er bis Wien. Die Reisenden haben dort übernachtet.
Der Zug gilt in der deutschen Statistik nicht als verspätet. Er gilt als nicht eingereist.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Quote der eingereisten Züge bei 100 Prozent, zurückgewiesen wurden 41 +++
+++ Österreich prüft Gegenmaßnahmen, es hat dieselbe Regel schon länger +++
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