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Sparpreis wird günstiger, je später man bucht
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Preis kann fallen)

Der Schalter kurz vor Buchungsschluss. Sieben Tage bleiben. Foto: wpa (Symbolbild)
Frankfurt am Main (wpa) – Die Deutsche Bahn dreht ihre Sparpreislogik um. Wer später bucht, zahlt künftig weniger.
Das Buchungsfenster wird von zwölf Wochen auf sieben Tage verkürzt. Frühbucherrabatte entfallen.
Zur Begründung heißt es, ein Fahrplan drei Monate im Voraus sei keine belastbare Grundlage. Sperrungen würden häufig kurzfristig angeordnet.
Wer früh buche, kaufe damit ein Produkt, das es zum Reisetag möglicherweise nicht mehr gebe. Das sei für beide Seiten unbefriedigend.
Die neue Regelung nennt sich Kundenorientierung. Sie tritt zum Fahrplanwechsel in Kraft.
Für Altbuchungen ist keine Erstattung vorgesehen. Wer bereits gebucht hat, behält den alten Preis.
Der alte Preis liegt im Mittel 40 Prozent über dem neuen. Betroffen sind rund 900.000 Buchungen.
Eine Kulanzregelung wurde geprüft. Sie sei technisch nicht abbildbar.
Der Fahrgastverband nannte die Umstellung ehrlich und teuer zugleich. Ehrlich, weil sie die Lage abbilde.
Teuer, weil die Ehrlichkeit von denen bezahlt werde, die dem alten System vertraut hätten. Eine Antwort darauf steht aus.
Für Pendler ändert sich wenig. Sie buchen ohnehin nicht im Voraus.
Für Familien ändert sich viel. Sie planen Urlaubsreisen üblicherweise Monate vorher.
Ein Sprecher empfahl, spontan zu reisen. Das sei ohnehin die entspanntere Art.
Im Vertrieb wird mit einem Rückgang der Vorausbuchungen gerechnet. Er wird auf 60 Prozent geschätzt.
Damit sinkt die Planungssicherheit des Unternehmens. Das ist im Beschluss als Nebenfolge vermerkt.
Für 2028 ist eine Evaluierung vorgesehen. Geprüft wird dann die Rückkehr zum Frühbucherrabatt.
Voraussetzung dafür ist ein stabiler Fahrplan. Ein Zieldatum dafür ist nicht hinterlegt.
Ein Satz aus der internen Vorlage beschreibt die Umstellung genauer als die Pressemitteilung. Man passe den Preis an eine Wirklichkeit an, die man selbst herstelle.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 900.000 Altbuchungen behalten den alten Preis – Kulanzregelung technisch nicht abbildbar +++
+++ Vertrieb rechnet mit 60 Prozent weniger Vorausbuchungen, Nebenfolge im Beschluss vermerkt +++
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