Streit geklärt, 90 Zentimeter bleiben voller Schnee

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Streit geklärt, 90 Zentimeter bleiben voller Schnee

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (bitte vorsichtig)

Waschbär steht auf einem leeren gepflasterten Bahnhofsvorplatz im Winterlicht

Der Chefredakteur bleibt stehen. Es ist glatt. Foto: wpa (Symbolbild)

Gelsenkirchen (wpa) – Stadt und Bahn haben ihren Streit über den Winterdienst beigelegt. Ein 90 Zentimeter breiter Streifen bleibt jetzt für immer im Schnee.

Grundlage ist eine Vermessung der Grundstücksgrenze. Kosten: 14.000 Euro.

Sie ergab einen Verlauf, der um 90 Zentimeter abweicht. Dieser Streifen gehört einer dritten Stelle.

Die dritte Stelle ist eine Erschließungsgesellschaft. Sie hat keinen Winterdienstvertrag.

„Jetzt herrscht Klarheit“, sagt Stadtsprecher Volker Grenzverlauf. Klar ist der Grenzverlauf, glatt bleibt der Weg.

Geklärt ist, wem der Schnee gehört. Geräumt wird er trotzdem nicht.

14.000 Euro fürs Vermessen, null Euro fürs Räumen. Der Streifen liegt genau vor dem Eingang.

Über 90 Zentimeter geht jeder, der zum Zug will. Über 90 Zentimeter, die niemand streut.

Der Vorstand nennt das eine einvernehmliche Lösung. Einvernehmlich ist, dass keiner zuständig ist.

Frau Ludwig rutschte im Januar auf diesem Streifen. Genau dort, wo drei Stellen sich nicht einigen.

Sie fragte, wer hier räume. Man nannte ihr die Vermessung und drei Namen, keinen Räumdienst.

Geräumt ist links davon und rechts davon. Dazwischen die 90 Zentimeter, glatt, herrenlos.

Der Minister lobt die geklärten Zuständigkeiten. Geklärt ist die Grenze, ungeklärt der Sturz.

Eine Räumung des Streifens kostete im Jahr wenig. Die Vermessung kostete 14.000, sie räumt nichts.

So wird aus einem Streit ein Gutachten. Aus dem Gutachten eine Grenze, aus der Grenze ein Sturzrisiko.

Für nächstes Jahr ist ein weiteres Gespräch geplant. Über die 90 Zentimeter, ergebnisoffen.

Ergebnisoffen heißt: es bleibt beim Schnee. Bis einer zahlt, und keiner will.

Der eigentliche Weg zum Zug führt über diesen Streifen. Anders kommt man nicht hin.

So räumt jeder das Seine, keiner das Nötige. Die Grenze ist klar, der Sturz auch.

Der Streit ums Schneeräumen ist geklärt, 14.000 Euro hat die Vermessung gekostet. Geräumt wird der Streifen nicht, er gehört einem Dritten, ausrutschen dürfen alle.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Zuständigkeitsgrenze 90 Zentimeter vor der Bahnsteigkante, Räumvertrag seit 2017 nicht unterzeichnet +++

+++ Strittig sind 2.400 Euro im Jahr +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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