Fahrerloser Zug auf toter Strecke, ohne Fahrgäste

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Fahrerloser Zug auf toter Strecke, ohne Fahrgäste

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (freie Strecke)

Autonomer Zug Teststrecke Satire: Waschbär sitzt im leeren Führerstand eines Zuges, gesehen durch die Frontscheibe

Erprobungsfahrt auf der Teststrecke. Störgrößen: keine. Foto: wpa (Symbolbild)

Schwerin (wpa) – Die Bahn testet den fahrerlosen Zug. Auf einer Strecke, die tot ist, ohne Fahrgäste, unter idealen Bedingungen.

14 Kilometer, seit 2019 kein Regelverkehr. Die Strecke ist gestorben, jetzt dient sie der Zukunft.

„Die Bedingungen sind ideal“, sagt Testleiter Dietmar Freigleis. Ideal heißt: keine Störgrößen.

Störgrößen sind andere Züge, Bahnübergänge, Fahrgäste. Nichts davon ist da, das ist der ganze Trick.

Ein Zug ohne Fahrgäste hält jeden Fahrplan. Er muss ja nirgends warten, auf niemanden.

Fahrplan eingehalten: 100 Prozent. Auf einer Strecke, auf der außer ihm nichts fährt.

Das ist so beeindruckend wie ein leeres Schwimmbad ohne Ertrunkene. Sicher, sauber, sinnlos.

Der Vorstand feiert den Durchbruch. Der Durchbruch fand statt, wo es nichts zu durchbrechen gab.

Getestet wird alles, nur nicht der Ernstfall. Der Ernstfall hat Fahrgäste, und die stören.

Fahrgäste drücken Nothähne, blockieren Türen, werden ohnmächtig. Der Testzug kennt das nicht, er ist allein.

Allein fährt es sich prächtig. Das weiß jeder, der schon mal nachts leer über Land gefahren ist.

Übertragen lässt sich das Ergebnis auf nichts. Aber die Pressemitteilung liest sich großartig.

Großartig ist die Zahl 100 Prozent. Sie steht jetzt in jeder Broschüre, ohne das Kleingedruckte.

Das Kleingedruckte wäre: tote Strecke, kein Mensch, kein Betrieb. Das druckt man nicht, das stört das Bild.

Frau Below wohnt an dieser Strecke. Ihr Zug wurde 2019 gestrichen, jetzt fährt hier der Roboter.

Einsteigen darf sie nicht, der Zug fährt leer, aus Prinzip. Fahrgäste sind Störgrößen, auch sie.

Sie sieht ihn vorbeifahren, pünktlich, perfekt, für niemanden. Ihr eigener Zug kommt nicht wieder.

Der Minister lobt die Innovationskraft der Bahn. Innoviert wird der leere Zug, nicht ihre Verbindung.

Für den nächsten Test sucht man eine noch tötere Strecke. Weniger Menschen, bessere Werte.

Der perfekte Zug fährt leer, pünktlich, ohne dich. Sobald du einsteigst, ist er wieder die Bahn.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Strecke 2019 wegen 61 Fahrgästen am Tag stillgelegt, für die Erprobung mit 4,1 Millionen instandgesetzt +++

+++ Fahrgäste dürfen nicht mitfahren, die Erprobung lässt es nicht zu +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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