Sein Abo kündigt man jetzt dienstags in Frankfurt

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Sein Abo kündigt man jetzt dienstags in Frankfurt

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Anreise nötig)

Abo Satire: Waschbär steht mit einem Aktenordner vor einer geschlossenen Bürotür

Dienstags von 9 bis 11 Uhr. Heute ist Mittwoch. Foto: wpa (Symbolbild)

Frankfurt (wpa) – Wer sein Abo bei der Bahn kündigen will, muss künftig persönlich vorbei. Zuständig ist eine Stelle in Frankfurt.

Geöffnet ist sie dienstags von 9 bis 11. Termine gibt es nicht.

„Wir wollen mit unseren Kunden ins Gespräch kommen“, sagt Kundenchefin Sabine Dauerfahrt. Ins Gespräch, aus dem man nicht mehr rauskommt.

Das Gespräch dauert im Schnitt 40 Minuten. In 30 Prozent der Fälle endet es ohne Kündigung.

Der Konzern nennt das einen Erfolg. Verbraucherschützer nennen es Zermürbung.

Sie verweisen auf das Gesetz. Ein Vertrag muss so kündbar sein, wie er geschlossen wurde.

Geschlossen wird er online in vier Minuten. Die Bahn prüft den Hinweis.

Solange geprüft wird, bleibt alles beim Alten. Man sehe keinen Anlass zur Eile.

Betroffen sind rund 900.000 Abos. Gekündigt wurden bisher jährlich 120.000.

Seit der Umstellung sind es 4.000. Der Konzern findet den Rückgang erfreulich.

Die Anreise nach Frankfurt kostet im Schnitt 68 Euro. Erstattet wird sie nicht.

Ein Kunde aus Kiel hat nachgerechnet. Die Kündigung lohnt sich erst nach elf Monaten. Bis dahin läuft das Abo weiter.

Die Bahn hat den Fall zur Kenntnis genommen. Man verweise auf die Wahlfreiheit.

Wählen kann man zwischen Kündigen und Weiterfahren. Beides sei zumutbar.

Am ersten Dienstag kamen 240 Menschen. Bearbeitet wurden 14.

Der Rest wurde auf die Folgewoche verwiesen. Einen Wartebereich gibt es nicht.

Für ältere Kunden gibt es eine Ausnahme. Sie dürfen schriftlich kündigen.

Das Alter muss man persönlich nachweisen. In Frankfurt.

Ein Verbraucherverband hat Klage angekündigt. Das dauert Jahre.

Bis dahin gilt die Regelung weiter. Ein Urteil erwartet man für 2031.

Die Bahn ist zuversichtlich. Man habe gute Argumente und viel Zeit.

Gekündigt wird schriftlich oder persönlich. Rechtlich ist das erlaubt.

Erlaubt, weil das Gesetz nur bei online geschlossenen Verträgen einen Kündigungsknopf verlangt.

Nicht online ist ein Abo, das am Schalter abgeschlossen wurde. Schalter gibt es noch an 41 Prozent der Bahnhöfe.

Wer am Schalter abschloss, kündigt am Schalter. Der nächste ist 61 Kilometer weg.

Wer online abschloss, kündigt online. In zwei Minuten.

Die Zahl der Kündigungen sank um 34 Prozent. Die Zahl der Beschwerden stieg um 210.

Beides steht im Vertriebsbericht.

Beides gilt im Konzern als Stärke. Wer einsteigen will, bucht in zwei Minuten am Telefon. Wer aussteigen will, fährt dienstags nach Frankfurt.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Kündigungen minus 34 Prozent, Beschwerden plus 210 – beides steht im Vertriebsbericht +++

+++ Der nächste Schalter zum Kündigen ist 61 Kilometer entfernt +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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