Ortstermin
„Von einem Feld bei dieser Stadt aus funkte Deutschland einst in die ganze Welt.“
Der Bahnhof Nauen, Halt in der Funkstadt an der Hamburger Bahn
→ Ein Ortstermin im Havelland.
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Kurz gesagt
Nauen liegt seit 1846 an der Bahnstrecke Berlin–Hamburg. Bekannt ist die Stadt als Funkstadt, wegen einer Funkstation aus dem Jahr 1906.
Westlich von Berlin, im Havelländischen Luch, liegt die Kleinstadt Nauen.
Etwa 20.000 Menschen leben hier.
Die Stadt verbindet zwei große Erfindungen: die Eisenbahn und den Funk.

An der Bahn nach Hamburg
Im Jahr 1846 bekam Nauen Anschluss an die Bahnstrecke von Berlin nach Hamburg.
Damit gehörte die Stadt zu den frühen Bahnorten in Brandenburg.
Die Strecke ist bis heute eine der wichtigsten Verbindungen Deutschlands.
Auf ihr fahren schnelle Fernzüge und Regionalzüge.

Vorortverkehr ab 1890
Im Jahr 1890 wurde der Vorortverkehr nach Berlin eröffnet.
Damit wurde Nauen für Pendler interessant.
Bis zur Berliner Stadtgrenze sind es nur 18 Kilometer.
Heute bringen Regional-Express-Züge die Menschen schnell in die Hauptstadt.

Gut zu wissen
Nauen liegt seit 1846 an der Bahnstrecke Berlin–Hamburg, 1890 begann der Vorortverkehr nach Berlin. 1914 kam die Strecke nach Oranienburg hinzu.
Die Funkstation bei Nauen entstand 1906 als Versuchsstation von Telefunken und wurde 1921 zur Großfunkstelle. Das heutige Rathaus wurde von 1888 bis 1891 gebaut.
Eine Strecke nach Oranienburg
Im Jahr 1914 wurde eine Strecke von Nauen nach Oranienburg eröffnet.
Sie verband zwei wichtige Strecken im Norden Berlins.
Außerdem fuhr einst eine schmale Kreisbahn von Nauen über Senzke nach Rathenow.
So hatte die kleine Stadt einmal Bahnen in viele Richtungen.

Schäden im Krieg
Im Zweiten Weltkrieg wurden der Bahnhof und die umliegenden Viertel schwer beschädigt.
Danach musste vieles neu aufgebaut werden.
Heute ist der Bahnhof ein moderner Halt für Pendler.
Die Altstadt liegt nicht weit entfernt.

Die Funkstadt
Nördlich von Nauen entstand im Jahr 1906 eine Versuchsstation für Funk.
Betrieben wurde sie von der Firma Telefunken.
Im Jahr 1921 wurde sie zur Großfunkstelle Nauen ausgebaut.
Wegen dieser Pionierarbeit trägt Nauen den Beinamen Funkstadt.

Ein altes Rathaus und ein neues
Nauen erhielt im Jahr 1292 das Stadtrecht.
Schon 1302 bauten die Bürger ihr erstes Rathaus.
Das heutige Rathaus entstand zwischen 1888 und 1891.
Es ist im Stil der norddeutschen Backsteingotik gebaut.

Eine große Stadt aus Feldern
Nauen ist klein, hat aber eine sehr große Fläche.
Mit über 268 Quadratkilometern gehört die Stadt zu den flächengrößten Gemeinden Deutschlands.
Sie ist damit sogar größer als Frankfurt am Main.
Ein großer Teil davon sind Felder, Wiesen und Wälder.

Im Havelländischen Luch
Die Stadt liegt im Havelländischen Luch.
Das ist eine flache, feuchte Niederung mit Wiesen und Gräben.
Hier leben viele Vögel, darunter auch seltene Arten.
Radwege führen durch die weite, stille Landschaft.

Ankommen in Nauen
Wer in Nauen aussteigt, erreicht die historische Altstadt zu Fuß.
Nauen gehört zu den Städten mit historischen Stadtkernen in Brandenburg.
Rathaus, Kirche und alte Gassen liegen nah beieinander.
Die Funkstation selbst liegt ein Stück nördlich der Stadt.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Häufige Fragen
Seit wann hat Nauen einen Bahnanschluss?
Wann begann der Vorortverkehr nach Berlin?
Warum heißt Nauen Funkstadt?
Wie weit ist es bis Berlin?
Ist Nauen wirklich größer als Frankfurt?
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